„Technologiefabrik“ an der Vogelherdstraße geplant

Bolta Werke wollen in Diepersdorf erweitern

Auf diesem Grundstück an der Vogelherdstraße in Diepersdorf will Bolta neu bauen. | Foto: Buchner-Freiberger2016/04/bolta-neubau-diep-quer1.jpg

DIEPERSDORF— Die Bolta Werke wollen im Diepersdorfer Gewerbegebiet neu bauen. Der Leinburger Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung grundsätzlich Einverständnis zur Errichtung einer „Technologiefabrik mit Produktions- und Bürogebäude“ signalisiert, wie das Projekt im Bauantrag betitelt wird.
Geplant ist ein dreigeschossiges Gebäude mit einer Fläche von rund 3700 Quadratmetern direkt an der Vogelherdstraße, zwischen der Firma Witte im Süden und der Schwaiger Straße im Norden. Die drei Wiesengrundstücke, die dafür nötig sind, befanden sich bisher laut Auskunft aus dem Rathaus in Privatbesitz.

Im Erdgeschoss sieht der Bauantrag eine Produktionshalle mit Büros vor, im ersten Stock einen Technikraum sowie Besprechungsräume und Büros und im zweiten Stock weitere Büro- sowie Seminarräume. Im westlichen Bereich des Grundstücks, also zum Wald hin, ist eine Privatstraße mit 45 Stellplätzen geplant, außerdem weist der Antrag fünf Besucherparkplätze aus.

Und an Letzteren entzündete sich im Leinburger Gemeinderat, der das Projekt generell absegnete, in öffentlicher Sitzung eine kurze Diskussion. Vor allem Jutta Helmreich (SPD) und Richard Kohler (FW) bezweifelten, dass die Zahl der Parkflächen ausreicht, und auch deren Anordnung an der Rückseite des Gebäudes missfiel ihnen. Schon jetzt sei die Parksituation im Gewerbegebiet extrem angespannt. Jutta Helmreich lehnte den Antrag deshalb als Einzige ab.

Bürgermeister Lang dagegen warb um Zustimmung, immerhin würden 300 bis 400 der insgesamt 1200 Bolta-Mitarbeiter am Standort Diepersdorf aus der Gemeinde Leinburg stammen und das Unternehmen investiere im zwei­stelligen Millionenbereich.

Das Unternehmen, das seit 1964 in Diepersdorf beheimatet ist, hat sich auf die Entwicklung und Produktion von oberflächenveredelten Komponenten spezialisiert, überwiegend für die Automobilindustrie. Bereits in den letzten Jahren wurde immer wieder erweitert beziehungsweise investiert: 2008 entstand das „Werk 2“, durch das die Kapazitäten im Bereich Spritzguss ausgebaut wurden. 2011 ging eine zweite, große Galvanikanlage in Betrieb.

N-Land Stefanie Buchner-Freiberger
Stefanie Buchner-Freiberger