Konstituierende Sitzung des Schwarzenbrucker Gemeinderats

Jenny Nyenhuis ist neue Vize

Bürgermeister Bernd Ernstberger (links) vereidigte (v.l.n.r.) Gerhard Weber (CSU), Jörg Arnold (SPD), Harald Lumpi (SPD), Tanja Holl (SPD), Ursula Beck (Grüne), Alfred Merten (FWG) und Uwe Düker (Grüne).2014/05/vereidigungschwarzenbruck_New_1399536301.jpg

SCHWARZENBRUCK – Die Schwarzenbrucker haben eine neue 2. Bürgermeisterin. Jenny Nyenhuis (SPD) wurde vom Gemeinderat in geheimer Wahl zur Nachfolgerin von Gabriele Beer (Grüne) bestimmt. Zuvor hatte Bürgermeister Bernd Ernstberger sieben neue Gemeinderatsmitglieder vereidigt.

Eigentlich hatte die CSU gehofft, dass die SPD ihr beim Posten des stellvertretenden Brügermeisters entgegenkommen würde – wegen des immer guten Verhältnisses, das man im Umgang miteinander pflegt. Doch die Hoffnung ging nicht auf. Markus Holzammer hatten die Christsozialen als Ernstberger-Vertreter vorgeschlagen. „Es wäre an der Zeit, unser gutes Miteinander durch die Wahl von Markus Holzammer zum 2. Bürgermeister auch nach außen zu dokumentieren“, appellierte CSU-Frakitonssprecher Jürgen Hopf an seine Gemeinderatskollegen. Holzammer habe sich in den vergangenen Jahren bestens im Gemeinderat bewährt.

Für die Grünen schlug Gerhard Humplmair Helga Schiel als 2. Bürgermeisterin vor. Die Kollegin habe eine lange Erfahrung als Gemeinderätin. Schiel ist als Kreisrätin auch auf Kreisebene kommunalpolitisch engagiert.

Manfred Neugebauer erläuterte für die SPD, was aus deren Sicht für eine Wahl von Jenny Nyenhuis zur 2. Bürgermeisterin spricht: Bei den jüngsten Kommunalwahlen holte Nyenhuis die meisten Stimmen als Gemeinderatskandidatin. Ihre vielfältigen Ämter bringen es mit sich, dass sie über große Erfahrung in der örtlichen Politik verfügt und gut vernetzt ist, so Neugebauer. Außerdem engagiert sich Nyenhuis auf sozialem Gebiet: Sie ist Leiterin der Tafel und der Nachbarschaftshilfe und beweist dabei organisatorisches Geschick. „Schließlich finden wir es in der SPD wichtig, dass neben einem männlichen ersten Bürgermeister eine Frau als zweite Bürgermeiterin die Gemeinde repräsentiert“, schloss Neugebauer.

Das fand man vor sechs Jahren schon einmal wichtig. Damals entschieden sich die Genossen zunächst, Jenny Nyenhuis zur zweiten Bürgermeisterin vorzuschlagen, kippten dann ihren eigenen Beschluss aber nach internen Beratungen und hoben den inzwischen verstorbenen, damaligen Fraktionschef Werner Ecker auf den Schild – mit dem Ergebnis, dass sich am Ende für alle völlig überraschend die Grüne Gabi Beer durchsetzte.

Im ersten Wahlgang entfielen auf Nyenhuis neun Stimmen, acht auf Holzammer und vier auf Schiel, im zweiten dann zwölf auf Nyenhuis und acht auf Holzammer, eine Stimme war hier ungültig. Im Schwarzenbrucker Gemeinderat ist die SPD mit acht Männern und Frauen vertreten, die CSU mit sechs, die Grünen mit vier und für die Freien Wähler sitzen zwei Vertreter im Gremium.

Neu im Gemeinderat sind Gerhard Weber (CSU), Jörg Arnold (SPD), Harald Lumpi (SPD), Tanja Holl (SPD), Ursula Beck (Grüne), Alfred Merten (FWG) und Uwe Düker (Grüne). Ihnen allen wünschte die neue Schwarzenbrucker Pfarrerin Susanne Munzert eine gute Arbeit im Gremium, „damit sie gemeinsam etwas bewegen“. Zusammen mit ihrem katholischen Kollegen Harald Günthner gestaltete sie eine Andacht, die der Vereidigung der sieben neuen Bürgervertreter vorausging.

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