Glasfaserkabel in Betrieb

Schnelles Internet für die Schulen in Röthenbach

Die Geschwister-Scholl-Mittelschule (im Hintergrund) ist eine der Einrichtungen in Röthenbach, die an das Glasfasernetz angeschlossen wurden. Über die Fertigstellung freuen sich – unter anderem – Schulvertreter und Stadträte sowie Bürgermeister Klaus Hacker, Landrat Armin Kroder und der Laufer IT-Unternehmer Johannes Bisping. | Foto: Streitberger2021/12/Glasfaser_Roethenbach_002-crop-scaled.jpg

RÖTHENBACH – Rund acht Monate nach dem offiziellen Spatenstich ist das Glasfasernetz der Stadt Röthenbach in Betrieb genommen worden. Das Hochgeschwindigkeitsnetz versorgt die Schulen, kommunale Dienststellen und zwei Gewerbegebiete mit schnellem Internet.

Im Internet surfen und suchen ohne Wartezeit: Das geht in Röthenbach jetzt an den Schulen und weiteren Einrichtungen. An das neue Glasfaserkabel sind die städtischen Grundschulen am Forsterberg und in der Seespitze, die Geschwister-Scholl-Mittelschule, das Geschwister-Scholl-Gymnasium sowie die Realschule am Fränkischen Dünenweg angeschlossen. Außerdem wurden das Rathaus, das Bauamt, der Bauhof, die Stadtwerke und die Feuerwehr Röthenbach an das schnelle Internet angebunden. Sie werden mit Bandbreiten von 50 bis 1000 Mbit/s versorgt.

Kritik an langer Dauer

Obwohl sich der Breitbandausbau „durch langwierige Förderverfahren und coronabedingte Verzögerungen im Genehmigungsverfahren zeitaufwändig gestaltete“, wie die Kommune selbst einräumt, kam die Umsetzung nach Auftragsvergabe und Spatenstich Anfang April ihrer Darstellung zufolge zügig voran. Die lange Dauer hatte Kritiker auf den Plan gerufen.

Mehrere Maßnahmen kombiniert

Für die Verlegung des Leerrohrnetzes konnten mit dem Bau der Nahwärmeversorgung im Stadtteil Steinberg, der Umgestaltung der Werner-von-Siemens-Allee und dem Ausbau des neuen Baugebiets Steinberg II gleich mehrere Tiefbauprojekte verbunden werden. Das ersparte zusätzliche Erdbauarbeiten.

Insgesamt wurden rund sechs Kilometer Glasfaserkabel verlegt und mit der Haupttrasse entlang der Bundesautobahn A9 verbunden. Durchgeführt wurde der Breitbandausbau vom Laufer IT-Unternehmen Bisping & Bisping, das schon seit Jahren für das Behördennetzwerk der Stadt Röthenbach zuständig ist, begleitet durch eine Baufirma aus Borna in Sachsen.

Förderung für Schul-Internet

Während der geförderte Breitbandausbau zu den Schulen und städtischen Dienststellen größtenteils durch das bayerische Förderprogramm abgedeckt werden konnte, errichtete der Netzbetreiber aus der Nachbarstadt die Glasfaserversorgung im Gewerbegebiet Mühllach und den zukünftigen Gewerbeflächen an der Fischbachstraße eigenwirtschaftlich.

„Home-Schooling und Home-Office haben in den zurückliegenden Monaten gezeigt, wie wichtig in unserer Gegenwart leistungsstarke Internetanbindungen sind, die auch hohe Datenaufkommen verzögerungsfrei und ausfallsicher bewältigen“, so der IT-Unternehmer Johannes Bisping bei der Inbetriebnahme.

Beste Lernbedingungen

Bürgermeister Klaus Hacker (FW) freut sich, dass die mit der Ausstattung der Schulklassen begonnene Digitalisierung nun komplettiert wird: „Nur so schaffen wir es, die besten Lernbedingungen sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrkräfte zu schaffen.“

Von den rund 550 000 Euro Gesamtkosten verbleibt für die Stadt Röthenbach nach Abzug der bayerischen Fördermittel ein Eigenanteil von etwa 220 000 Euro, an dem sich der Landkreis und der Schulverband als Sachaufwandsträger der verschiedenen Schulen beteiligen.

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