Spurlos verschwunden

Nach Vorfall bei Burgthann: Update zur Fahndung

Der Fluchtweg des 34-Jährigen führte über Wiesen, Felder und Waldwege. Mit seiner Geländemaschine konnte der Mann den Polizeistreifen entkommen und versteckt sich seit dem 3. April. (Symbolbild) | Foto: Adrian/stock.adobe.com2022/01/MotorradAdrianAdobeStock_358313105-scaled.jpeg

GRUB – Die Polizei fahndet seit über einer Woche nach einem 34-jährigen Mann aus dem Nürnberger Land, der nach einer Kontrolle in Grub, im Gemeindeteil Burgthann, auf der Flucht ist. Mit seinem Auto hat der Gesuchte einen Polizeibeamten angefahren. 

Wo versteckt sich der Autofahrer, der am Nachmittag des 30. März in Grub einen Polizeibeamten angefahren und verletzt hat? Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach dem 34-jährigen Mann aus dem Nürnberger Land.

Wie berichtet, hat eine Polizeistreife, die in einem Zivilfahrzeug unterwegs war, am Mittwoch, 30. März, gegen 17 Uhr in Grub einen Mini kontrolliert. Nachdem die Beifahrerin ausgestiegen war, fuhr der Lenker des Mini einen Polizeibeamten an und verletzte diesen am Bein. Sein Kollege schoss daraufhin auf das Fahrzeug, konnte aber die Flucht des Mini-Fahrers nicht verhindern.

Großfahndung ohne Erfolg

Bei der anschließenden Großfahndung waren Polizeibeamte aus Mittelfranken, der Oberpfalz und der Bereitschaftspolizei im Einsatz. Am Bahnhof Postbauer-Heng wurden die Einsatzkräfte dann wenige Stunden später fündig. Hier war der in Grub aufgefallen Mini abgestellt. Die Polizei ging deshalb zunächst davon aus, dass der Täter mit dem Zug von Postbauer-Heng aus weitergefahren sein könnte. 

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Bei Burgthann: Autofahrer fährt Polizisten an und flüchtet


Bei der Vernehmung der Beifahrerin des Geflüchteten stellte sich heraus, dass es sich bei der Frau um dessen Freundin handelte. Weil die Frau in der Nähe von Velburg wohnt, beschattete die Polizei in den folgenden Tagen ihre Wohnung. Am Samstag, 2. April, tauchte der 34-Jährige dann tatsächlich vor der Wohnung seiner Freundin auf, bemerkte aber die observierenden Polizeibeamten und flüchtete mit einer Moto-Cross-Maschine, die ihm im Gelände einen Vorteil verschaffte gegenüber den eingesetzten Streifenwagen.

Hubschrauber abgehängt

Es gelang dem Mann nach einer zweistündigen Flucht, die Polizeiwagen abzuhängen. Bei der Verfolgung war auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt, dessen Piloten die Geländemaschine aber ebenfalls aus den Augen verloren. 

Gegen den 34-Jährigen wird nun wegen einer versuchten Tötung ermittelt. Der von ihm am Bein verletzte Polizeibeamte kam ins Krankenhaus, konnte die Klinik aber zwischenzeitlich wieder verlassen. Beim Schusswaffengebrauch durch die Polizei in Grub wurde niemand verletzt. 

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