Corona-Maßnahmen

Lockerung für Geimpfte und Genesene: Was gilt als Nachweis?

Der Weg zum Impfzentrum in Röthenbach. | Foto: Buchner-Freiberger2021/01/Impfentrum-rothenbach-Foto-Buchner-Freiberger-10001.jpg

NÜRNBERGER LAND – Wer bereits beide Impfungen gegen das Coronavirus erhalten hat, braucht seit heute in Bayern beim Terminshopping oder dem Friseurbesuch keinen negativen Schnelltest mehr. Doch was legt man stattdessen vor? Auch Genesene sind von der Testpflicht befreit, aber wie weist man das nach?

Am heutigen Donnerstag, 6. Mai, hat sich auch der Bundestag für Lockerungen für Geimpfte und Genesene ausgesprochen. In Bayern gelten für diese Gruppen bereits seit heute Erleichterungen beim Einkaufen und Ausnahmen von der nächtlichen Ausgangssperre. Außerdem werden Geimpfte und Genesene bei der maximalen Anzahl an Personen, die sich treffen dürfen, nicht mehr mitgezählt.

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    Nach dem Kontakt mit einem Corona-Infizierten oder nach der Rückreise aus einem Nicht-Virusvariantengebiet brauchen sie nicht mehr in Quarantäne.

    Was gilt als Nachweis?

    Derweil fragen sich viele Geimpfte, aber vor allem auch Genesene, was sie denn nun vorzeigen müssen. Im Falle einer Impfung ist die Sache recht einfach: Als Nachweis gilt der Impfpass oder eine Bescheinigung des Arztes. Laut der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung muss ein Impfnachweis in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache vorliegen.

    Die Erleichterungen gelten aber erst 14 Tage nach der vollständigen Impfung mit einem in der EU zugelassenen Vakzin.  Auch ein elektronisches Dokument reicht hier aus, heißt es unter Paragraph 1a „Erleichterungen für geimpfte und genesene Personen“ in der Verordnung. Wer in ein Geschäft will, muss also statt einem negativen Schnelltest seit heute nur seinen Impfpass vorzeigen.

    Ab kommenden Montag treten weitere Lockerungen in Kraft. Hier ein Überblick. | Foto: Haase2021/05/Diese-Lockerungen-gelten-bald-in-Bayern.png

    „Genesen“ ist man nicht ewig

    Genesene müssen „einen Nachweis hinsichtlich des Vorliegens einer vorherigen Infektion mit dem Coronavirus“ vorlegen. Das kann zum Beispiel die Quarantäne-Bestätigung oder die Bestätigung eines positiven PCR-Tests sein. Laut Verordnung ist auch hier eine digitale Form erlaubt.

    Als genesen gilt man 28 Tage nach dem positiven Testergebnis und bis zu sechs Monate danach. Liegt die Corona-Infektion länger als ein halbes Jahr zurück, müssen sich auch Genesene impfen lassen, wenn sie weiterhin die Erleichterungen in Anspruch nehmen wollen. Eine Impfdosis reicht dann aber aus, so die Empfehlung der ständigen Impfkommission.


    Wer also Nachts einen Spaziergang machen will, sollte seinen Impfpass oder die PCR-Test-Bestätigung nun vermutlich mitführen. Vor dieser „Zettelwitschaft“ und vor Urkundenfälschung warnt indes Jürgen Köhnlein, Vorsitzender des Landesverbandes der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG). Um Polizisten die Kontrollen zu ermöglichen, fordert er daher klare Vorgaben, wie diese Nachweise auszusehen haben.

    Eine Zusammenfassung der Regeln gibt es hier im Video:

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