Landkreis plant Außenstellen für das Impfzentrum

Ab Ende März könnten Landkreisbewohner eine Impfung auch in ihrer Umgebung erhalten, statt nach Röthenbach fahren zu müssen. | Foto: PZ-Archiv/Buchner-Freiberger2021/02/fdsfsd-fsImpfentrum-rothenbach-Foto-Buchner-Freiberger-10001.jpg

NÜRNBERGER LAND — Im Gespräch sind Standorte in Hersbruck und Altdorf, aber auch mobile Impfteams, die tageweise in verschiedenen Orten aufschlagen: Der Landkreis Nürnberger Land will Außenstellen des Röthenbacher Impfzentrums einrichten.

Wer im Nürnberger Land wohnt und sich gegen das Coronavirus impfen lassen will, muss bisher auf einen Termin warten und dann nach Röthenbach fahren, da der Landkreis dort sein Impfzentrum betreibt. Doch das könnte sich ändern, wie das Landratsamt informiert.

„Im Zentrum der Überlegungen steht nicht mehr so sehr die Frage, wie die zu impfenden Menschen nach Röthenbach ins Impfzentrum kommen, sondern eher die Überlegung, wie man die Impfungen räumlich näher an die zu impfenden Personen heranbringt“, heißt es in einer öffentlichen Antwort der Behörde auf eine Anfrage der Grünen-Kreistagsfraktion. Diese hatte sich erkundigt, ob kostenlose Fahrdienste nach Röthenbach geplant sind.

Gespräche mit Rathäusern

Das Landratsamt führt aktuell Gespräche mit den Städten Hersbruck und Altdorf, ob diese geeignete Räume als Außenstellen des Impfzentrums zur Verfügung stellen können, heißt es in der Antwort weiter. Eine Software soll die Bürger dann je nach Postleitzahl dem nächstgelegenen Impfzentrum zuordnen. Zusätzlich könnte es dezentrale Impfstellen geben, in denen mobile Impfteams an vorab bestimmten Tagen Impfungen vornehmen können.

Sobald alle Alten- und Pflegeheime abgefahren sind, würden die mobilen Teams dann beispielsweise Einrichtungen für Betreutes Wohnen aufsuchen und bei dieser Gelegenheit in der jeweiligen Gemeinde auch die über 80-Jährigen mitimpfen, die nicht nach Röthenbach fahren wollen, so Pressesprecher Rolf List auf Nachfrage der Pegnitz-Zeitung. Ende März könnte es so weit sein. Man wolle „die Hürde, zur Impfung zu gelangen, möglichst niedrig legen“.

Die Bewohner von allen Alten- und Pflegeheimen im gesamten Landkreis hätten ihre erste Impfung mittlerweile erhalten, so List. Nun folgen die zweite Impfung und der Besuch der mobilen Impfteams der Malteser in Behinderteneinrichtungen. Bis Ende März will man damit fertig sein. Wann alle über 80-Jährigen im Landkreis geimpft sein werden, steht noch nicht fest.

Kommunen helfen weiter

Wer vor Ende März einen Impftermin hat und noch nicht weiß, wie er nach Röthenbach kommt, kann sich an seine Gemeinde wenden. Mit den 27 Kommunen im Nürnberger Land hat das Landratsamt vereinbart, dass man sich dort Rat holen kann, wenn man Hilfe benötigt, wie es in der Mitteilung heißt. So steht es auch im postalischen Anschreiben, das die über 80-Jährigen zur Impfung erhalten.

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Ehrenamtliche Fahrdienste bieten aktuell die Tagespflegeeinrichtung Cantou Steinbauer aus Rückersdorf (Telefon 0911/570 9709), die Diakonie Rummelsberg (nur für Schwarzenbruck und Feucht) und das „WinWin“-Freiwilligenzentrum des Landkreises (Telefon 09123/950 6888,
vermittelt werden Freiwillige aus dem gesamten Landkreis) an.
Dieser Service ist bis auf eine mögliche Nutzungspauschale jeweils kostenlos, steht aber laut Landrats­amt nur für „soziale Härtefälle“ zur Verfügung.

Manchmal zahlt die Krankenkasse

Wer stattdessen ein Taxi nimmt oder auf den gewerblichen sozialen Fahrdienst ASB Auxi zurückgreift, kann sich die Kosten unter Umständen von der Krankenkasse erstatten lassen, etwa mit bestimmten Schwerbehindertenausweisen oder bei einem hohen Pflegegrad. Allerdings muss der Hausarzt die medizinische Notwendigkeit des Transports feststellen.

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