Coronavirus

Kein Grund zur Panik – Coronavirus

Im Gesundheitsamt gab es gestern schon erste besorgte Anrufe. | Foto: PZ-Archiv/Hoffmann2020/01/schuleingangsuntersuchung-StaatlichesGesundheitsamt_Hoffmann.jpg

NÜRNBERGER LAND – Spätestens der erste Fall des neuartigen Coronavirus in Starnberg bestätigt wurde, fragen sich auch die Menschen im Landkreis, wie gefährlich die Krankheit ist.

Beim Landratsamt in Lauf gab es gestern schon besorgte Anrufe – etwa mit der Frage, wie man sich jetzt im Thailand-Urlaub verhalten soll, sagt Dr. Uwe Drochner im Gespräch mit der Pegnitz-Zeitung. Drochner ist stellvertretender Leiter des Gesundheitsamts und Leiter des Sachgebiets Seuchen und Umweltmedizin.

Panik will der Arzt nicht schüren. An der Grippe, so Drochner, sterben prozentual mehr Menschen als am neuen Corona­virus, der bisher schlicht als 2019-nCov bezeichnet wird. Drei Prozent der Erkrankten überleben die Krankheit nicht. Übertragen wird 2019-nCov per Tröpfcheninfektion.

Husten und Schnupfen sind allerdings eher untypisch, vor allem die Lunge ist betroffen. Wer Symptome einer Grippe hat, dürfte höchstwahrscheinlich eher an der klassischen Influenza erkrankt sein, so der Arzt.

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Coronavirus : Lange Inkubationszeit

Dafür dauert die Inkubationszeit bei 2019-nCov bis zu 14 Tage. Sprich: Wer sich Mitte Januar, etwa im Urlaub, angesteckt hat, weiß vielleicht heute noch gar nicht, dass er erkrankt ist. Und hat seitdem weitere Menschen angesteckt.

2019-nCov ist verwandt mit Mers und Sars, die vor einigen Jahren für Schlagzeilen sorgten. Anders als die anpassungsfähigen Grippeviren traten Mers und Sars aber fast nur in einer Saison auf. Ob das auch bei 2019-nCov der Fall ist, sei noch unklar, so Drochner.

Der Arzt empfiehlt, sich gründlich die Hände zu waschen. Alles weitere sei hierzulande übertrieben. Und das, so Drochner, gilt auch für einen Thailand-Urlaub.

Coronavirus : Echtzeittracker

An der Johns Hopkins University in Baltimore haben Wissenschaftler einen „Echtzeittracker“ rund um den Coronavirus erstellt.

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