Betrüger ergaunern 5500 Euro

Im Zweifel raus aus dem Internet: Polizei warnt vor falschen Microsoft-Mitarbeitern

Vor allem ältere Menschen sind von Anrufen durch Betrüger betroffen. Das Bild ist ein Symbolfoto und zeigt nicht den im Text erwähnten Röthenbacher.
Vor allem ältere Menschen sind von Anrufen durch Betrüger betroffen. Das Bild ist ein Symbolfoto. | Foto: Gettyimages/LittleCityLifestylePhotography2018/11/GettyImages-941194586.jpg

HERSBRUCK – 5500 Euro haben falsche Microsoft-Mitarbeiter durch einen Trickbetrug ergaunert, meldete die Hersbrucker Polizei gestern. Ein weiterer Fall ereignete sich dann ebenfalls am gestrigen Mittwochnachmittag. Ein 74-Jähriger geriet in den Fokus der Gauner, wurde aber zum Glück rechtzeitig hellhörig.

Der Hersbrucker Polizei sind in den vergangenen zwei Tagen gleich zwei Fälle gemeldet worden, in denen falsche Microsoft-Mitarbeiter versuchten Geld von ihren Opfern zu ergaunern. In einem Fall sogar mit Erfolg: Rund 5500 Euro buchten die Unbekannten vom Konto eines Geschädigten ab, meldete die Hersbrucker Polizei. In den vergangenen Wochen häuften sich vor allem aus dem Raum Hersbruck die Meldungen von Internet- und Telefonbetrug.

Am gestrigen Mittwochnachmittag versuchten Gauner dann erneut ihr Glück bei einem 74-Jährigen. Wie die Polizei in ihrem Pressebericht schreibt, öffneten sich auf dem Computer des Seniors gestern plötzlich mehrere verschiedene Pop-Up-Fenster mit einer Warnung. Sein Computer sei mit einer Schadsoftware infiziert, stand dort.

Bestätigung per Bandansage

In dieser Warnmeldung war eine Telefonnummer des angeblichen Microsoft- Support hinterlegt, die der Mann schließlich auch anrief. Am Ende der Leitung hörte der 74-Jährige eine für ihn seriös wirkende Bandansage mit einer „eindringlichen männlichen Stimme“, die ihn auch noch einmal sagte, dass sein Computer mit einem Virus infiziert sei.

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Schließlich wurde der Mann mit einem „Mitarbeiter“ verbunden, der ihn zu einem Zugriff auf dessen Computer überredete. Erst nachdem der angebliche Mitarbeiter die Bezahlung von knapp 500 Euro zur Lösung des Problems einforderte, wurde der 74-Jährige hellhörig, vertröstete den „Microsoft“-Mitarbeiter und rief die Polizei.

Die Beamten wiesen den Senior auf die Betrugsmasche hin und der Mann trennte daraufhin seinen Computer vom Internet, sodass die Betrüger seinen Computer nicht weiter ausspähen konnten. Der 74-Jährige hatte den Betrug noch rechtzeitig bemerkt. Ein finanzieller Schaden sei ihm nicht, meldet die Polizei.

5.500 Euro fehlen

Nicht so glimpflich ging die Sache für einen weiteren Geschädigten aus, dem selbes passierte: In dem Fall, den die Hersbrucker Polizei am Mittwoch meldete, erlangten die falschen Microsoft-Mitarbeiter Zugang zum Online-Banking des Mannes. Die Täter und buchten ihm 5.500 Euro vom Konto ab.

Tipps der Polizei

Die Beamten warnen in diesem Zusammenhang noch einmal eindringlich vor dieser Betrugsmasche: „Microsoft wird sich niemals selbst- ständig mit seinen Kunden in Verbindung setzen, um den Computer von Schadsoftware zu befreien! Geben Sie keinerlei Daten an unbekannte Anrufer heraus! Bewahren Sie Ruhe und trennen Sie Ihren Computer vom Internet, um einen möglichen Fernzugriff durch Unberechtigte zu unterbinden!“

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