Mittelschulverband Hersbruck

Wie steht es um die Aufstockung des Kinderkompetenzzentrums?

Der ASB-Schülerhort Freiraum im ersten Stock des Hersbrucker Kinderkompetenzzentrums neben der Grete-Schickedanz-Schule wird um 50 Plätze ausgebaut. | Foto: J. Ruppert2021/07/SchulV-Heb.jpg

HERSBRUCK – Das Aufstocken des Kinderkompetenzzentrums um eine Ebene startet unter einem unguten Stern. Denn die Vergabe der Bauleistungen verlief bei einigen Teilgewerken eher holprig. Insgesamt sei man wohl noch mit einem „blauen Auge“ davongekommen, teilte Bürgermeister Robert Ilg als Vorsitzender des Mittelschulverbandes Hersbruck den Räten in der Sommersitzung mit.

„Im Hochbau befinden wir uns derzeit in einer spannenden Phase“, sagte Robert Ilg. Baustoff ist knapp und die Kosten dafür gehen nach den Gesetzen von Angebot und Nachfrage dementsprechend in die Höhe. Trotzdem kann der Schulverband „nicht auf Zeit spielen“. Denn die Räume in dem geplanten zweiten Stock werden für den Unterricht benötigt. Schließlich sind eh schon einige Klassen nach Happurg ausgelagert, und nach der Erhöhung des Kinderkompetenzzentrums ist die Innensanierung des Grete-Schickedanz-Mittelschulgebäudes vorgesehen.

Thomas Prechtel vom Hersbrucker Bauamt berichtete, dass die Ausschreibung der Zimmererarbeiten problematisch war. Keine der angeschriebenen Firmen zeigte Interesse. Erst im zweiten Anlauf glückte es, ein Unternehmen zu finden. Unter dem Strich bedeutet das sechs Wochen Verlust. Die Zimmerer legen voraussichtlich Mitte Oktober los.

Rund ein Jahr Bauzeit

Wenn Petrus mitspielt, soll der Aufsatz auf das jetzige Gebäude Anfang Dezember dicht sein, sagte Thomas Prechtel auf Nachfrage von Hersbrucks zweitem Bürgermeister Peter Uschalt. Ziel bleibt, im Herbst 2022 fertig zu sein.

Bei den übrigen Gewerken fielen die Lüftungsbauarbeiten mit einem Plus von 75 000 Euro im Vergleich zur Schätzung aus dem Rahmen. Die Gesamtvergabesumme für Gerüste, Holz-Alu-Fensterelemente, Dachdecken, Elektroinstallation, Sanitäreinrichtung, vorgehängte Fassade und mehr kommen zusammen auf etwa 1,75 Millionen Euro und liegen rund 170 000 Euro über der Prognose. „Passt im Großen und Ganzen“, sagte Thomas Prechtel.

Einstimmig beschloss der Schulverband, dass die Unterrichtsräume im ersten Stock des Kinderkompetenzzentrums an den ASB-Kinderhort gehen. Dazu muss die Stadt Hersbruck Flächen von rund 230 Quadratmetern kaufen. Diese werden dann dem Sozialverband zur Verfügung gestellt. Der kann dann 135 statt derzeit 85 Plätze anbieten, sagte Birgit Meister von der Verwaltung. Fachleute errechnen die Ablöse, die im sechsstelligen Bereich liegen dürfte.

Corona und die Finanzen

Wolfgang Klebl von der Kämmerei legte die Einnahmen und Ausgaben des Schulverbandes im Jahr 2020 vor. Wie nicht anders zu erwarten, hat Corona die Zahlen etwas durcheinandergewirbelt. Die Ansätze für Energieverbrauch, Entgelte für Beschäftigte, Schülerbeförderung, Mieten für Ausweichräume, Gebäudeunterhalt wurden unterschritten. Mehr Hygiene bedeutete mehr Ausgaben bei der Reinigung. Die laufenden Kosten kamen im Ergebnis auf etwa 1,6 Millionen Euro, 100 000 Euro unter dem Plan.

Dank etlicher Förderprogramme wurde in den Bereich Internet- und Telekommunikationsausstattung sowie Glasfaserverkabelung investiert. Allerdings gibt es aktuell Lieferverzögerungen für mobile Endgeräte. Deshalb werden einige Posten erst heuer kassenwirksam. Das kommt kurzfristig der Rücklage zugute, die auf fast 200 000 Euro angestiegen ist. Die Schulden des Zweckverbandes Mittelschule betrugen Ende 2020 etwa 220 000 Euro.

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