Dekanatssynode

Weniger Mitarbeiter in den Pfarreien

Köpfe zusammenstecken für die Zukunft: In Gruppenarbeit tauschten Gemeindevertreter aus dem Dekanat Hersbruck ihre Ideen für die künftigen Gemeindebedarfe aus. | Foto: privat2020/02/IMG-0925.jpg

HERSBRUCK – 150 Kirchenvorstände und gewählte Vertreter aus 30 Kirchengemeinden des evangelisch-lutherischen Dekanatsbezirks versammelten sich in der Stadtkirche Hersbruck, um gemeinsam die ersten Schritte hin zu einer neuen Landesstellenplanung zu beraten und zu planen.

Nach einer Andacht informierte Dekan Tobias Schäfer über die jüngsten Beschlüsse der Landessynode der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern. Auch die neue konzeptionelle Verantwortung der Dekanate und ihrer Leitungsgremien im Bezug auf die zukünftige Verteilung der Stellen kirchlicher Mitarbeiter im Dekanat war Thema. Angesichts zurückgehender Gemeindegliederzahlen wird auch die vom Landeskirchenamt zugewiesene Menge an refinanzierten Stellen für Pfarrerinnen und Pfarrer und andere hauptamtlich Mitarbeitende entsprechend verringert werden.

Genaueres 2021

Allerdings werden konkrete Zahlen der Stellenkontingente für die einzelnen Dekanatsbezirke erst im kommenden Jahr berechnet sein. Bis dahin sind die Kirchengemeinden und Dekanate dazu aufgerufen, sich über den Inhalt, die Schwerpunkte und Bedarfe ihrer Arbeit vor Ort und in ihrer Region bewusst zu werden. Die Ergebnisse sollen dem Dekanatsausschuss 2021 als Grundlage für die Konzeptionserstellung kirchlicher Arbeit im Dekanat Hersbruck dienen.

Bereits im Anschluss an das Referat entwickelten sich im Kirchenraum rege Gespräche und erste Ideen. In der anschließenden Sitzung der Dekanatssynode im Selneckerhaus wurden diese noch weiter vertieft.

Erste Resultate

Die Bandbreite erster Ideen reichte von gemeinsamen Sitzungen benachbarter Kirchenvorstände, gegenseitigen Dorfführungen zum besseren Kennenlernen, Erfahrungsaustausch unter Gruppen- und Kreise-Leitern über gemeinsame Festgottesdienste bis zu gemeinsamen thematischen Wandertagen und Kirchenvorsteher-Rüstzeiten. Mitte Juni soll bereits ein erstes Zwischenergebnis in den Regionen festgehalten werden.

Mit dieser Herangehensweise als Vorbereitung für die zukünftige Stellenplanung im Dekanat soll eine möglichst große Beteiligung der Kirchenmitglieder geschaffen werden. Was vor Ort gebraucht wird, wissen die Gemeinden selbst am besten. Bis 2023 soll der neue Landesstellenplan in Bayern umgesetzt sein.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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