CSU-Stadtrat ist Hersbrucks zweiter Bürgermeister

Für Peter Uschalt

Bürgermeister Robert Ilg vereidigte die erstmals gewählten Hersbrucker Stadträte (Bild) und seinen Stellvertreter Peter Uschalt. Foto: J. Ruppert2014/05/5_2_1_2_20140508_SR.jpg

HERSBRUCK – Mit einem Händedruck und einer Umarmung hat Bürgermeister Robert Ilg seinem neuen Stellvertreter gratuliert: Peter Uschalt ist neues stellvertretendes Stadtoberhaupt in Hersbruck. Der CSU-Stadtrat setzte sich in einer Abstimmung gegen Dr. Ulrike Eyrich von den Grünen durch.

Erster Tagesordnungspunkt der Sitzung war die Vereidigung der erstmals gewählten Stadträte. Trotz allem Engagement hat das alte Gremium nicht alle Aufgaben erledigt, sagte Robert Ilg augenzwinkernd. Deshalb dankte er allen frisch gewählten und wiedergewählten Mandatsträgern für ihre Bereitschaft, in den kommenden sechs Jahren ehrenamtlich Verantwortung für die Stadt zu übernehmen.

Claudia Häffner, Dorothea Müller Philipps Sohn, Volker Hegel, Gerhard Kratzer, Stephan Krimm und Marcus Seitz legten den Amtseid ab. Wie bisher setzt Robert Ilg auf eine fraktionsübergreifende und sachbezogene Zusammenarbeit. Wir sind alle in einem Boot und werden gemeinsam nass, wenn wir kentern, sagte der Rathauschef.

Spannung versprach die geheime Wahl des zweiten Bürgermeisters. Zunächst wurde beschlossen, dass es künftig nur mehr einen statt wie zuletzt zwei Stellvertreter – Brigitta Stöber und Peter Matzner – geben wird.

Fraktionssprecher Jürgen Amann vom Freien Rathausblock schlug als Kandidaten Peter Uschalt von der CSU vor. Zum einen stellt die CSU die größte Gruppe im Hersbrucker Stadtrat, zum anderen hat Peter Uschalt bei der Kommunalwahl das beste Ergebnis aller Stadträte erzielt, lautete die Begründung.

Dorothea Müller Philipps Sohn warb dagegen für ihre Grünen-Kollegin Ulrike Eyrich. Sie sei die Frau mit dem höchsten Stimmenergebnis, genieße in Hersbruck große Anerkennung und außerdem hätten die Grünen die deutlichsten Stimmengewinne aller Parteien geschafft.

Stephan Krimm von der SPD bescheinigte beiden Bewerbern, dass sie für das Amt geeignet sind. Dennoch positionierte er und seine Fraktionsmitglieder sich für Ulrike Eyrich. Mit Blick auf Brigitta Stöber, die ebenso wie Altbürgermeister Wolfgang Plattmeier, Pfarrer Helmut Spindler und Albert Geng auf einem Ehrenplatz die Sitzung verfolgte, sagte Stephan Krimm: „Eine Frau im zweithöchsten Amt hat der Stadt gut getan.“

Von A wie Jürgen Amann bis W wie Peter Weinmann und zuletzt noch Robert Ilg gaben 23 Angehörige des Stadtrates ihre Stimme ab. Peter Uschalt holte sofort mit 13 Stimmen die nötige Mehrheit. Für Ulrike Eyrich sprachen sich zehn Stadträte aus, wobei sich auf jeden Fall ein Mandatsträger von FRB oder CSU für sie entschied.

Wie bisher, werden viele Aufgaben auf Ausschüsse übertragen: jeweils der Bürgermeister und acht Stadträte bilden den Hauptverwaltungsausschuss, den Bauausschuss, den Kulturausschuss, den Ausschuss für Familie, Jugend, Schulen und Soziales und den Ferienausschuss.

Die Achter-Regelung bedeutet, dass die CSU drei Vertreter, FRB und SPD jeweils zwei und die Grünen einen in diese beschließenden Teilgremien entsenden. Ulrike Eyrich stellte den Antrag, die Ausschüsse auf neun Stadträte aufzustocken. Damit würde ihre Fraktion nicht einen sondern überall zwei Mitglieder stellen. „Ich bin mir bewusst, dass wir Grünen dadurch sehr gut wegkommen“, sagte die Fraktionssprecherin sehr offen. Das Wählervotum versteht sie aber so, dass die Hersbrucker ihrer Partei mehr Einfluss geben wollen.

Jürgen Amann sah dies anders. „Die Achter-Ausschüsse spiegeln das Stimmenverhältnis der Wahl am besten wider“, wies er hin. Eine Erhöhung würde hingegen ausschließlich die Grünen bevorzugen. Die Mehrheit folgte mit 14 zu 9 Stimmen seiner Ansicht. In der nächsten Sitzung wird bekannt gegeben, wer in welchen Ausschuss darf.

Götz Reichel übernimmt den Vorsitz der CSU-Fraktion. Als „Vize“ stehen ihm Franz Benaburger und Peter Matzner zur Seite. Sprecher des Freien Rathausblocks bleibt Jürgen Amann, seine Stellvertreterin ist Angelika Pflaum. Guido Schmidt leitet die SPD mit Stephan Krimm als Nummer zwei. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bestimmte Ulrike Eyrich zur Vorsitzenden mit Holger Herrmann als Stellvertreter. Außerdem wurden Franz Benaburger, Armin Steinbauer und Guido Schmidt zu Verbandsräten im Zweckverband Sparkasse Nürnberg ernannt.

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