Auszeichnung für Feuchts ehemaligen Bürgermeister Konrad Rupprecht

Ein offenes Ohr und ein Fahrrad

Ab sofort trägt Feuchts ehemaliger erster Bürgermeister Konrad Rupprecht den Titel des Altbürgermeisters. Seine Frau Ursula freut sich über einen Strauß Blumen, den ihr Jörg Kotzur überreicht hat. | Foto: Daniel Frasch2020/05/Feucht-Konrad-Rupprecht-und-Frau-Ehrung-scaled.jpg

FEUCHT – Feuchts neuer Bürgermeister Jörg Kotzur ernennt seinen Vorgänger Konrad Rupprecht zum Altbürgermeister.

Das Wichtigste kommt immer zum Schluss? Mitnichten. Die Sitzung des Feuchter Marktgemeinderats vergangenen Mittwochabend begann mit der Ehrung des ehemaligen Bürgermeisters Konrad Rupprecht (CSU) zum Altbürgermeister. Ein Oberhaupt, das „stets den Kontakt zu den Bürgern suchte und dabei immer ein offenes Ohr hatte“, wie Feuchts neuer Bürgermeister Jörg Kotzur klarstellte. Ein Bürgermeister „zum Anfassen, der immer wieder zu Fuß, meist aber mit dem Rad in seiner Gemeinde anzutreffen ist.“

In seiner ebenso kurzen wie pointierten Rede hob Rupprechts Nachfolger die Verdienste des langjährigen Marktoberhauptes hervor: Beinahe 42 Jahre (seit dem 12. Dezember 1978) war Rupprecht im Feuchter Marktgemeinderat tätig. Bis 1996 ehrenamtlich, seitdem als erster Bürgermeister. Von 2002 bis 2020 war er darüber hinaus Kreistagsmitglied und übte zwölf Jahre das Amt des Vorsitzenden des Kreisverbandes Nürnberger Land des Bayerischen Gemeindetages aus. Vier Wahlperioden in Folge war Konrad Rupprecht erster Bürgermeister. Der Markt Feucht ohne Konrad Rupprecht – das war lange Zeit nur schwer vorstellbar.

Viele große Projekte gestemmt

Der Bau des Jugendzentrums, der Bau der Zeidler-Sporthalle, die Umgestaltung des Ortszentrums, der Neubau von vier Kindertageseinrichtungen mit Krippen-, Kindergarten- und Hortplätzen: Nur vier von zahlreichen Projekten, die unter der Leitung Konrad Rupprechts vollzogen und von Jörg Kotzur erwähnt wurden. „Nicht ich habe das geschafft, sondern wir alle haben das gemacht“, entgegnet Rupprecht und betont die Wichtigkeit einer funktionierenden Zusammenarbeit zwischen dem Gemeinderat und der Verwaltung.
Diese war „in den vergangenen 42 Jahren meistens sehr gut“, betont der Altbürgermeister, der zugleich hofft, dass diese konstruktive Zusammenarbeit auch in der Zukunft andauert. „Ich wünsche dem Feuchter Marktgemeinderat und dem Bürgermeister viel Erfolg, gut durch die aktuelle Krise zu kommen“, schloss Rupprecht seine Danksagung ab, ehe er zusammen mit Ehefrau Ursula, einer Urkunde und einem bunten Blumenstrauß ein letztes Mal für die Kamera posierte.

Jörg Kotzur bedankte sich freilich auch bei dessen Frau, die ihm in fast 42 Jahren „Engagement für unsere Gemeinde zur Seite stand und ihm den Rücken stärkte.“ Doch so rasch die Ehrung vollzogen wurde, so schnell war das Ehepaar Rupprecht auch wieder verschwunden. Zwar wären sie gerne noch geblieben und hätten an der öffentlichen Gemeinderatssitzung als Zuschauer teilgenommen, „doch der Sohn ist aus Hamburg zu Gast“, entschuldigten sich die beiden und verließen daraufhin den Saal der Reichswaldhalle.

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