Tolle Aktion des Altdorfer Lions Club

„Das kann ganz schnell gehen“

1000 FFP2-Schutzmasken haben die Altdorfer Lions gekauft und an Altenheime, das Wichernhaus und das Krankenhaus Altdorf gespendet. | Foto: Adobe Stock2020/04/Altdorf-Maske-scaled.jpg

ALTDORF – Der Altdorfer Lions Club spendet 1000 spezielle Schutzmasken an verschiedene Einrichtungen. Im Altdorfer Krankenhaus werden zwei Corona Patienten beatmet, vier weitere sind auf einer Isolierstation.

Der Altdorfer Lions Club hat 1000 spezielle Schutzmasken eingekauft und an fünf Einrichtungen verteilt. Jeweils 200 FFP2-Masken hat Lions Präsident Thomas Peter in der Intensivstation im Krankenhaus Altdorf, in der Seniorenwohnanlage Haus Waldenstein, im Senioren- und Pflegeheim Horänder in Winkelhaid, im Diakoneo Haus am Pfaffental und im Wichernhaus übergeben.

Eigentlich waren die FFP2-Schutzmasken für den Einsatz in der holzverarbeitenden Industrie bestimmt. Hier schützen sie Mitarbeiter vor feinsten Holzstäuben. Lionsfreund Ulrich Bethke hatte seinen Club auf die Möglichkeit zum Erwerb von 1000 Stück solcher Spezialmasken aufmerksam gemacht, woraufhin der Club ohne zu zögern das Masken-Kontingent für 3700 Euro einkaufte. In einigen Seniorenheimen kam die Spende gerade recht. Hier gibt es zwar Schutzmasken, aber nur einen Grundstock, der im Falle eines Corona Ausbruchs schnell aufgebraucht wäre. „Die Anzahl unserer Masken ist überschaubar“, sagt Peter Fischer diplomatisch.

Jeden Tag braucht es eine neue Maske

Der Geschäftsführer der zentralen Diakoniestation verweist darauf, dass eine Maske maximal einen Tag lang getragen und dann ersetzt werden muss. Wenn Bewohner eines Altenheims ins Krankenhaus müssen und dann aus der Klinik zurückkommen, bleiben sie zwei Wochen in Quarantäne und müssen dann Masken tragen. Der Katastrophenschutz Nürnberger Land hat der zentralen Diakoniestation zwar Schutzmasken geliefert, aus Fischers Sicht reicht die Lieferung aber nicht aus. Masken sind derzeit allerdings nur zu horrenden Preisen zu beschaffen. Ebenso wie Schutzkleidung und Desinfektionsmittel.

Im Altdorfer Wichernhaus gibt es zwar auch einen Grundstock an Schutzmasken, den Wichernhaus-Leiter Thomas Jacoby mit der Rummelsberger Diakonie angelegt hat. „Da haben wir uns schon zeitnah gekümmert“, betont Jacoby. Solange es in der Einrichtung keinen großen Ausbruch gibt, kommt man mit diesem Grundstock zurecht. „Das kann aber auch ganz schnell gehen, dass wir viel mehr Masken brauchen“, sagt Jacoby, der sich deshalb über die Lions Spende freut, mit der der Bestand im Wichernhaus ergänzt werden kann. Auf dem freien Markt wird derzeit für eine einfache OP-Maske das 20-fache dessen bezahlt, was vor der Corona Krise fällig war. Noch im Dezember vergangenen Jahres konnte man OP-Masken für 5 Cent pro Stück kaufen, inzwischen werden 99 Cent dafür gezahlt. FFP2-Masken kosteten im Dezember 2019 noch 50 Cent, jetzt kosten sie bis zu 4 Euro das Stück.

Wie in der zentralen Diakoniestation hat sich der Katastrophenschutz auch im Wichernhaus gemeldet, den Bedarf abgefragt und 200 reguläre Schutzmasken geliefert. Im Altenheim am Pfaffental, das von der Diakonie Neuendettelsau betrieben wird, hatte Heimleiterin Christa Wild bislang lediglich 25 FFP2-Masken im Haus. „Deshalb haben wir uns sehr über die Spende der Lions gefreut“, betont sie. „Eine ganz tolle Idee ist das.“ Und beruhigend außerdem. Sollte es einen Corona Ausbruch geben, kann man in der Einrichtung schnell reagieren. Wenn viele Masken gebraucht werden, wenden sich die Verantwortlichen in Altdorf an Neuendettelsau, wo die Diakonie ein Zentrallager betreibt.

Gespendete Masken als Anerkennung

Am Altdorfer Krankenhaus hat sich Chefarzt Herbert Muschweck auch darüber gefreut, dass sich die Lions mit der Maskenspende auch um den Schutz der Mitarbeiter im Krankenhaus kümmern. „Das ist ja auch eine Anerkennung für uns.“ Materiell ist das Krankenhaus in der Wallensteinstadt recht gut mit Schutzmaterial ausgestattet, was auch damit zu tun hat, dass es bislang nicht übermäßig viele Corona Patienten gibt. Zwei werden auf der Intensivstation beatmet, vier befinden sich auf einer Isolierstation. „Wir laufen nicht über wie etwa verschiedene Häuser in Straubing oder in Oberbayern“, sagt Muschweck.

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