Von Oktober bis Ostern

Corona: Das sind die Regelungen für den Herbst und Winter

Im Herbst soll eine weitere Corona-Welle anrollen. Dafür hat die Bundesregierung nun Pläne gemacht. | Foto: Photocreo Bednarek/stock.adobe.com2022/08/AdobeStock_409652925-scaled.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Experten erwarten für den Herbst und Winter wieder eine neue Corona-Welle. Doch trotz des befürchteten Infektionsanstiegs während der kalten Jahreszeit, soll der Alltag der Menschen weitgehend normal laufen. Die Bundesregierung hat dafür einen 7-Punkte-Plan ausgearbeitet.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) haben sich geeinigt, wie es in Sachen Corona-Regelungen ab 1. Oktober weitergehen soll. Das Gute vorweg: Schulschließungen, Lockdowns, oder geschlossene Geschäfte soll es nicht mehr geben.

„Freiheitseinschränkungen darf es nur geben, wenn sie erforderlich sind. Lockdowns und Ausgangssperren erteilt unser Konzept deshalb eine Absage“, so Buschmann am Mittwoch. „Deutschland soll besser als in den vergangenen Jahren auf den nächsten Coronawinter vorbereitet sein. Dafür haben wir einen 7- Punkte-Plan entwickelt“, ergänzt Gesundheitsminister Lauterbach. Das Paket, das die Minister gemeinsam ausgearbeitet haben, soll den Ländern als Mindeststandard dienen.

Bundesweit gültig von 1. Oktober 2022 bis 7. April 2023:

Fern- und Flugverkehr:FFP2-Maskenpflicht
Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen etc.: FFP2-Maske und Schnelltest (Ausgenommen von den Tests sind Menschen, bei denen Impfung, oder Genesung maximal drei Monate zurück liegt)
Betriebe:nach Arbeitsschutzverordnung ( z.B. Homeoffice-Angebot, Testangebot, Maskenregelung)

Bundesländer können zusätzlich festlegen:

ÖPNV (Bus, Bahn etc.)FFP2-Maskenpflicht
Innenräume (öffentlich zugänglich, wie Behörden etc.) FFP2-Maskenpflicht
Restaurant, Bars Kultur-und FreizeiteinrichtungenFFP2-Maske und Schnelltest (Ausgenommen von den Tests sind Menschen, bei denen Impfung, oder Genesung maximal drei Monate zurück liegt)
Schüler/innen ab 5. KlasseMedizinische Maskenpflicht, um den Präsenzunterricht aufrecht zu erhalten
Schulen, Kitas, andere EinrichtungenTest

Mögliche Verschärfung bei Gesundheitsgefahr:

Droht das Gesundheitssystem eines Bundeslandes zu überlasten, kann der jeweilige Landtag die Verschärfung der Regeln beschließen. Diese betreffen öffentliche Innenräume und Bars, Restaurants, und den Sport- und Freizeitbereich. Dort gibt dann FFP2-Maskenpflicht ohne Ausnahme, ein Hygienekonzept, Abstandsgebot, und bei Veranstaltungen Personenobergrenzen. Zudem kann FFP2-Maskenpflicht für Veranstaltungen im Freien angeordnet werden.

Ausnahmen von der Maskenpflicht

Ausnahmen von der Maskenpflicht sind vorgesehen – wie bisher auch – , wenn die Behandlung dem Tragen einer Maske entgegensteht bzw. medizinische Gründe vorliegen. Auch Menschen in Pflegeeinrichtungen, die sich in ihren privaten Räumen aufhalten, Kinder unter 6 Jahren, Gehörlose und Schwerhörige sind von der Maskenfplicht ausgenommen.

Zusätzlich zu diesen Regelungen soll auch die Impfkampagne wieder angekurbelt werden mit weiteren, neuen Impfstoffen. Ausreichend Impfstoffe und auch antivirale Medikamente, wie Paxlovid, stünden bereit, so die Bundesregierung. Für Pflegeheime soll ein angepasstes Schutzkonzept vorgelegt werden. Ein Pandemie-Radar soll ähnlich wie die bisherigen Apps über tagesaktuelle Entwicklungen informieren.

Dieser Corona-Fahrplan soll noch im August vom Bundeskabinett verabschiedet und dann durch das Parlament per Novelle des Infektionsschutzgesetzes beschlossen werden. Greifen sollen die Regelungen ab 1. Oktober dieses Jahres bis 7. April nächsten Jahres – quasi von Oktober bis Ostern.

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