Baustart in Schwarzenbruck

Spatenstich für umstrittene Kläranlage

Spatenstich nach sieben Jahren Planung: Hier entsteht die neue Kläranlage in Schwarzenbruck. Im Bild v.l. die Verbandsräte Helga Schiel und Hermann Bloß, Horst Wagner, die Bernd Ernstberger, Heinz Meyer und Erich Odörfer, Diplom-Ingenieurin Regine Schatz, Abwassermeister Gerald Göhring, Markus Holzammer und Bauleiter Frank Knörrer. | Foto: Magdalena Gray2019/10/Schwarzenbruck-Spatenstich-Klaeranlage-4.jpg

SCHWARZENBRUCK – Zu klein, zu hoher Stromverbrauch, zu wenig modern: Die Kläranlage in Schwarzenbruck kann nicht so bleiben, wie sie ist. Nach sieben Jahren Planung haben sich Vertreter des Kanalisations-Zweckverbands Schwarzachgruppe (KZV), des Bauunternehmens und des Ingenieurbüros nun zum offiziellen ersten Spatenstich für ihre neue Anlage getroffen.

Das Bauvorhaben ist seit langem Streitpunkt zwischen einigen Bürgern und dem KZV. Die Neubau-Gegner hätten eine Überleitung nach Nürnberg sinnvoller und günstiger gefunden (wir berichteten).
„Wir haben die Anschlussvariante im Laufe der Zeit zweimal vom unabhängigen Prüfungsverband in München prüfen lassen“, sagt Horst Wagner, Geschäftsleiter des KZV im Rückblick auf die Planungen. Beide Male mit dem selben Ergebnis: Der Anschluss sei langfristig gesehen nicht wirtschaftlich, heißt es aus München.

Kläranlage : Verzögerung im Mai

Im Mai diesen Jahres geriet der Bau zuletzt erneut ins Stocken. Zum einen ließ sich kein Generalunternehmer finden, der alle Arbeiten übernehmen hätte können. Zum anderen waren die Angebote für die Bautechnik fast doppelt so teuer wie veranschlagt. Die Verantwortlichen rechneten sogar damit, den Bau erst nächstes Jahr anpacken zu können (wir berichteten). Doch die vom KZV beschlossene und leicht veränderte Ausschreibung verlief erfolgreich. Es kann weiter gehen.

„Es ist ein wahrhaft bedeutender Tag“, sagt KZV-Vorsitzender Heinz Meyer daher erleichtert als er zum Spaten greift. „Mit der neuen und modernen Anlage, die hier nun endlich entsteht, können wir getrost in die Zukunft schauen.“ Regine Schatz vom Ingenieurbüro Resch und Partner rechnet damit, dass die neue Anlage im März 2022 in Betrieb gehen kann. „Die Baustelle dürfte uns aber noch ein Jahr länger beschäftigen“, sagt Schatz. Dann nämlich geht es der ausgedienten Anlage mitsamt Klärbecken, Faulturm und Schlammtrocknungsanlage an den Kragen.

Bau der Kläranlage : Weniger als 30 Millionen

Der KZV geht davon aus, dass der Bau nun insgesamt unter 30 Millionen Euro kostet. Das Projekt erhält vier Millionen Unterstützung vom Bund. Die Verantwortlichen rechnen noch in diesem Jahr mit der ersten Förderrate.

N-Land Magdalena Gray
Magdalena Gray