Unwetter

Blitz schlägt in Haus in Neuhaus ein

Dank des schnellen Eintreffens der Feuerwehren aus Neuhaus und Auerbach brannte der Dachstuhl des Hauses nicht völlig aus. | Foto: Klaus Möller2020/06/Brand-Nhs-1-scaled.jpg

NEUHAUS – Mit drei gewaltigen Blitzen und Donnerschlägen endete am Sonntagmorgen in Neuhaus ein starkes Gewitter. Nicht ohne Folgen: Gegen 6.45 Uhr schlug der dritte Blitz in ein Haus am Ligusterweg ein und entfachte einen Dachstuhlbrand.

Alarmstufe B 3 galt nicht nur für die Neuhauser Feuerwehren, sondern auch für die Wehren aus Auerbach, Velden und Königstein. Die Feuerwehren aus Hersbruck und Pegnitz, bereits auf dem Weg nach Neuhaus, konnten zurückbeordert werden. Zum Glück gab es nur Leichtverletzte.

Ein aufmerksamer Nachbar hatte die Rauchentwicklung nach dem Blitzschlag bemerkt. Weil er durch Zurufe den in der Nachbarschaft wohnenden stellvertretenden Kommandanten der Neuhauser Wehr unmittelbar informieren konnte, sorgte der für eine zügige Alarmierung der Wehr.

Nachbarn brachten die praktisch aus dem Schlaf gerissenen Bewohner – zum Teil nur notdürftig bekleidet – in Sicherheit. Alle drei Bewohner standen unter Schock, zwei von ihnen erlitten leichte Rauchvergiftungen. Um sie kümmerte sich der vorwiegend vom ASB unterstützte reguläre Rettungsdienst, der mit mehreren Fahrzeugen und mit 32 Helfern angerückt war. Weil das Haus derzeit unbewohnbar ist, wurden die Bewohner in Unterkünfte gebracht.

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Keine fünf Minuten später

„Wir hätten keine fünf Minuten später kommen dürfen“, meinte Thomas Kulacz, Kommandant der Neuhauser Wehr. „Sonst wäre der Dachstuhl vollkommen ausgebrannt.“ Beim Eintreffen der Feuerwehr quollen bereits schwarze Rauchwolken aus dem Dach. Die inzwischen mit einer Einsatzstärke von 100 Mann agierenden Feuerwehrleute konnten den Brand jedoch relativ schnell eindämmen, wobei ihnen vor allem das Drehleiterfahrzeug aus Auerbach eine große Hilfe war.

Nachdem der Brand unter Kontrolle war, kümmerten sich die Wehren in Anbetracht der angekündigten Regenfälle um die Abdeckung des beschädigten Daches mit großen Planen. Auf mindestens 100 000 Euro schätzt die Neuhauser Wehr den Schaden.

Auch wenn sich Bewohner und Nachbarn sicher sind, ein Blitzschlag habe den Brand ausgelöst, so war trotzdem die Kriminalpolizei zur Brandursachenermittlung vor Ort. Sie untersagte den Bewohnern, ihr Haus zu betreten, half aber dabei, die Bewohner mit der im Haus zurückgelassenen Medizin und mit Kleidung zu versorgen. Der Brand war in Neuhaus nicht der einzige Schaden infolge des Blitzschlags. Der führte auch zu einem Stromausfall in den benachbarten Häusern.

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Gas vom Grill

Ansonsten verliefen die Unwetter in der Nacht von Samstag auf Sonntag im Hersbrucker Raum relativ glimpflich, so Kreisbrandrat Norbert Thiel. Zwar musste die Feuerwehr Hersbruck am Samstag gegen 23 Uhr ausrücken, weil an einem Grill im Stadtgebiet Gas ausströmte. Das Problem aber war schnell behoben.

Überflutete Keller und Unterführungen warteten auf die Feuerwehrleute des Landkreises vorwiegend in Röthenbach, Schwaig und Rückersdorf. In Kersbach hatte am Samstagabend der Blitz ebenfalls in ein Haus eingeschlagen.

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