16 Todesfälle 2021 in Bayern

Bäume fällen – aber sicher: 50 Waldbesitzer holten sich Tipps

Forstmann Jürgen Bauernfeind (links) klärte über sicheres Waldarbeiten auf. | Foto: S. Fuchs2022/05/a459745845i0012_max1024x.jpeg

VELDEN – „Tipps im Dreiklang“ ließen sich rund fünfzig Waldbesitzer nicht entgehen. Denn sie wollen sicher im Wald arbeiten. Die Bayerische Forstverwaltung, die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft und die Forstbetriebsgemeinschaft klärten gemeinsam bei einem Ortstermin auf. Waldarbeit ist nämlich „verdammt gefährlich“.

Eingeladen zur Veranstaltung von bayerischer Forstverwaltung, landwirtschaftlicher Berufsgenossenschaft und Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land waren Kleinwaldbesitzer mit einer Fläche von bis zu sieben Hektar.

Organisator Harald Bammler, Bereichsleiter Prävention bei der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau, wies auf die Bedeutung des Treffens hin: „Waldarbeit ist verdammt gefährlich!“ Deshalb sollte die nur von gut ausgebildeten Fachleuten ausgeübt werden oder unter Anleitung von Mitarbeitern von Forstamt oder Forstbetriebsgemeinschaft (FBG).

16 tote Waldarbeiter

Für die rund zwei Stunden hatten die Veranstalter drei Stationen im Wald bei Velden aufgebaut: Zuerst ging es um Sicherheit bei der Waldarbeit. Forstmann Jürgen Bauernfeind erläuterte, dass die Unfälle in den Zeitungsberichten nur „die Spitze des Eisberges“ seien – im Jahr 2021 gab es allein in Bayern 16 Tote.

Die „Baumansprache“ sei die wichtigste Maßnahme vor der Fällung. Dazu gehörten zum Beispiel die Bestimmung der Fallrichtung, mögliche Trockenäste, der Gesundheitszustand des Stammes, die Verkehrssicherungspflicht und die Abgrenzung des Gefahrenbereichs. Der Forstfachmann wies auf die persönliche Schutzausrüstung und geeignete Arbeitsmittel hin und zeigte die fachgerechte Fällung.

Verjüngung antreiben

Thema Nummer zwei war die „Waldgestaltung der Zukunft“. Förster Helmut Lay erläuterte den klimagerechten Waldumbau, die notwendige Naturverjüngung und zeigte anhand von Schautafeln und mitgebrachten Bäumchen gut geeignete Pflanzen für die Zukunft auf.

Franziska Large und Mitarbeiter von der Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land berichteten über die professionelle Unterstützung der FBG bei der Waldbewirtschaftung. Es ging um sinnvollen Einschlag, die Aufarbeitung und Vermarktung des Holzes und die Mengen-, Qualitäts- und Preisermittlung.

Veldens Bürgermeister Herbert Seitz dankte den Beteiligten für die „tolle Idee“, die heimischen Waldbauern bei der Pflege für einen gesunden Bestand und für unfallfreie Arbeit zu unterstützen.

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