Genehmigung für Umbau des evangelischen Gemeindehauses fehlt noch

„Wann geht es endlich los?“

Bereits seit Januar ist das evangelische Gemeindehaus in Altdorf geschlossen. Die Bürger fragen sich, wann es mit dem Umbau endlich losgeht. Foto: Hungershausen2014/06/altdorf_gemeindehaus_evangelisch.jpg

ALTDORF – Seit Januar ist das evangelische Gemeindehaus am Schlossplatz geschlossen. Wie berichtet, soll das alte Schulhaus umgebaut und der rückwärtige Anbau neu aufgebaut werden. Mittlerweile ist das Gebäude ausgeräumt. Strom, Wasser und Gas sind abgestellt, Vorhänge und Holzverkleidungen wurden entfernt und Einbauten zerlegt. Viele fleißige Helfer haben den Container im Hof mit den überflüssigen Hinterlassenschaften einer langjährigen Gemeindearbeit gefüllt.

Da der Zugang künftig über den 1869 erbauten, alten Trakt vom Schlossplatz aus erfolgen soll, wurde die große Birke vor dem Gärtchen entfernt.
„Wann geht es endlich los?“, wurden die Kirchenvorstände in den letzten Wochen oft gefragt. Die vielen Gruppen, die im Gemeindehaus zusammenkamen, mussten sich vorübergehend andere Räumlichkeiten suchen und hoffen auf eine baldige Rückkehr.  

Für die Verzögerung beim Um- und Neubau gibt es eine Erklärung. Nach Weihnachten hatte Architekt Wolfgang Fischer eine überarbeitete Planung für das Bauvorhaben vorlegt. Diese war nötig geworden, um die entstehenden Kosten im veranschlagten Rahmen zu halten. Ursprünglich war nämlich eine Unterkellerung des alten, vorderen Gebäudes geplant. Dort sollten Jugendräume entstehen. Der statische Aufwand für die Sicherung der Wände wäre jedoch aufwändiger gewesen als ursprünglich angenommen, und aufgrund der beengten, baulichen Verhältnisse sehr teuer. So empfahlen Statiker und Architekt der Kirchengemeinde von einer weiteren Unterkellerung im vorderen Bereich abzusehen.

Bescheid in diesen Tagen

Der überarbeitete Plan, der die Jugendräume im Neubau vorsieht, wurde dann erneut zuerst bei der Stadt Altdorf und im Anschluss beim Landratsamt eingereicht. Seither wartet die Kirchengemeinde auf die Genehmigung seitens des Landratsamtes. Nach einem erneuten Gespräch mit dem Sachbearbeiter hofft man auf den Bescheid in diesen Tagen.

Erst wenn das benötigte Papier vorliegt, kann der Architekt die Abriss- und Rohbaumaßnahmen ausschreiben. Im Juli sollten dann die Angebote der Firmen eingehen, die geprüft werden müssen. Obwohl der Ausschreibungstermin sehr ungünstig ist, hofft man im Rahmen der veranschlagten Kosten zu bleiben.
Die ausgewählte Firma bekommt den Zuschlag Ende Juli. Teilabriss und Rohbauarbeiten könnten dann im September beginnen.

„So geht buchstäblich ,teure‘ Zeit ins Land und die Kirchengemeinde muss sich in Geduld üben“, bedauert Pfarrerin Ursula Kronenberg. Sie hofft, dass sich die momentane Konjunkturlage nicht zu negativ auf die Preise für das Vorhaben auswirkt.

Der Kirchenvorstand wird in regelmäßigen Abständen im Kirchenboten, in der Heimatzeitung und an den Informationswänden über den Fortgang der Baumaßnahme informieren.

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