Kunstaktion

Zwei Tage lang Tatort Atelier

Malerei, Skulpturen, Fotografie oder Glasobjekte: Das alles kann bei „Tatort Atelier“ entdeckt und den Künstlern beim Entstehungsprozess über die Schulter geschaut werden. | Foto: U. Scharrer2021/06/tatort-atelier.jpg

NÜRNBERGER LAND – Endlich ist es wieder so weit und mit den sinkenden Fallzahlen dürfte es auch eine recht entspannte Veranstaltung werden: der BBK Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Nürnberg Mittelfranken lädt wie alle zwei Jahre zu „Tatort Atelier“ ein, dem größten Tag der Offenen Ateliertür im Großraum Nürnberg.

Zahlreiche Ateliers sind zu besichtigen, mit den dorthin eingeladenen Künstlerkollegen sind es 99 künstlerische Positionen, die in lockerer Atmosphäre bestaunt und mit den anwesenden Kunstschaffenden auch besprochen werden können. Östlich von Nürnberg sind es vier Ateliers und 16 Kreative, die Arbeiten zeigen und verkaufen, Schnäppchen anbieten und für Besucher spannende Einblicke in ihre Arbeitsräume bieten.

Chaos oder Ordnung?

Farbverspritzte Wände oder coole Computerkonsolen? Dicke Pinsel oder Linolschnitzmesser? Glasbrennofen oder Hobelbank? Kühler Kellerraum oder luftiger Dachboden? Chaos oder penible Ordnung? Von jeher waren für Kunstliebhaber auch die Umstände interessant, unter denen Werke entstehen. Die Ateliers und Lebensräume von Claude Monet oder Frida Kahlo bergen eine unwiderstehliche Anziehungskraft. Viel regionaler und von lebenden Künstlern bespielt, die gerne Rede und Antwort über ihre Arbeit stehen, sind die Schaffensräume, die während des Wochenendes von „Tatort Atelier“ besucht werden können.

In Offenhausen im lichtdurchfluteten Silo 9 in der Hauptstraße 9 zeigt Silvia Lobenhofer-Albrecht Malerei und Objekte aus Glas. Ihre Gäste sind Frank Hegewald mit Fotografie, Manon Heupel, Manfred Hürlimann, Petra Krischke und Karin Waßmer mit Malerei und Irene Kress-Schmidt mit Malerei und Objekten. Die Künstlergruppe dieser Kreativen nennt sich „Die 5 Richtigen und 2 Wichtigen“.

Fuchs im Lockdown

In Kühnhofen 20 beherbergt Ute Plank in einer gut belüfteten Scheune vier Gäste: Andreas Hauter zeigt Holzskulpturen, Angelika Krauß aktuelle Porzellanarbeiten, Horst Lößl außergewöhnliche Naturfotografien sowie sein Buch „Die wilde Alb“ und Doris Webersberger-Maier Zeichnungen und Malerei mit Naturmotiven. Ute Plank selbst zeigt unter anderem Arbeiten rund um ihr Buchprojekt „Lockdown im Fuchsbau“.

In Altdorf ist es Tanja Hoffmann, die an ihrem Malort in der Kiliansgasse 3 aktuelle Arbeiten zeigt. Ihre dynamischen und farbintensiven Arbeiten scheinen durch Komplementärkontraste in leichter Bewegung zu sein und entfalten besonders in großen Räumen ihre Wirkung.

In Ottensoos schließlich hat die abstrakt malende Anna-Luise Oechsler zwei Gäste in Haus und weitläufigen Garten in der Gartenstraße 4 geladen: Anita Magdalena Franz mit ihren vieldeutigen Keramikskulpturen und Werner Baur mit Fotografien und Skulpturen. Die Kunstschaffenden erhoffen sich nach der langen und kräftezehrenden Zwangspause aufgeschlossene Besucher, die sich ebenso wie sie freuen, dass die Kunst langsam wieder „zugänglich“ wird.

Geöffnet sind die Ateliers am 12. und 13. Juni jeweils von 11 bis 19 Uhr. Die Veranstaltung findet unter Beachtung der geltenden Coronabestimmungen statt. Über die aktuell gültigen Vorgaben kann man sich unter www.tatort.bbk-nuernberg.de informieren. Dort sind auch sämtliche Ateliers und teilnehmenden Künstler verzeichnet. Die Begleitausstellung „Das kleine Format“ mit kleinformatigen Werken der Teilnehmenden kann in der Hirtengasse 3 in Nürnberg besichtigt werden. Öffnungszeiten stehen auf der Webseite des BBK.

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