Drei Herren in Schwarz bringen den Blues nach Hersbruck

Peter Pelzner & The Burning Hearts rocken im Kick

Gitarrist Peter Pelzner brachte gemeinsam mit Marco Kühnl am Bass und Stephan Schmeußer an den Drums „Rockin‘ Blues With A Funky Vibe“ nach Hersbruck. Foto: T. Raum2015/11/Kick.jpg

Hersbruck – Und wieder hatten die Veranstalter vom Kick in Hersbruck ein musikalisches Sahnestückchen eingeladen: Peter Pelzner & The Burning Hearts kickten so richtig.

Kurz nach halb Neun im Kick – drei Herren in „Black“ entern die Bühne und legen nach einer kurzen Ansage von Armin Rothgang mit enormer Power samt „Nr. 15“ los. „Wir haben in diesem Jahr noch zwei wunderschöne Konzerte – zum Einen das Gismo Graf Trio und ans Herz legen möchte ich Ihnen Zwirbeldirn – und nun viel Spaß mit Peter Pelzner samt Band“, so Rothgang zum Publikum im nahezu vollen Saal.

Dreimal war dieser Gitarrist bereits hier in Hersbruck mit unterschiedlichster Besetzung – diesmal mit eigenem Programm und seiner Band „The Burning
Hearts“. Kein Vorgeplänkel, wenige Worte und ab ging die Post. „Rockin‘ Blues With A Funky Vibe“ – so stand es in der Ankündigung des City-Kinobetreibervereins Kult-Kick. Was stellt man sich darunter wohl vor – sicherlich Musik, die es in sich hat und da bleibt eben nur die „Mutter“ aller Musik – der Blues – gepaart mit so Allerlei. „Wir freuen uns sehr, dass ihr so zahlreich erschienen seid“, so Pelzner und lässt mit „Cajun Moon“ den J. J. Cale auferstehen, der sicherlich seine Freude an diesem Saitenakrobatenspektakel gehabt hätte.

Tolles Bassfundament und akzentuiertes Drumspiel – stets auf den Punkt. „Further on up the road“ – mit Songs von Clapton, die auch schon Telecasterguru Buchanan spielte, geht es in einen klasse Musikgenuss. Dieser Gitarrist steht beiden jedenfalls in nichts nach – Pelzner gibt alles, gesanglich wie mit den Fingern. Ausnahmslos, schnörkellos, präzise und klar – dazu gehört einfach die Dreierformation mit Gitarre, Bass und Drums. Und genau diese drei Instrumente füllten den Saal zur Genüge, denn mit dem studierten Musiker und Gitarristen Peter Pelzner samt seinen Sidemen Marco Kühnl am Bass und Stephan Schmeußer an den Drums konnte es gar nicht anders sein. „Voll auf die Mütze“ hieß es bei den Herren an diesem Abend.

Dieser geniale Saiten- und Rhythmuskönner verstand es von Anfang an sein Publikum zu fesseln; im Trio einfach unschlagbar. Da fehlte es an nichts, da brauchte es kein Keyboard oder eine zweite Gitarre – hier überzeugte die Klasse und füllte den Raum. Von Dylan und eigenen Kompositionen reichte die Bandbreite und stets standen die filigranen Gitarrenausflüge Pelzners im Vordergrund.

Dieser Virtuose malträtierte seine Stratocaster, solierte ellenlang und brachte die Saiten seines Instruments zum Klingen, mal obertonreich clean, dann wieder fetzige Leadsounds, immer passend zu den rhythmischen schweißtreibenden Grooves von Bass und Drums, die perfekt dynamisch durch die Nacht trieben. Wen verwunderte es – Riesenbeifall für drei Puristen. Ein paar Zuhörer hätten noch reingepasst – jedenfalls gerne wieder.

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