Ganz eigene Handschrift

Ausstellung in Lauf erinnert an verstorbene Künstlerin Anna-Luise Oechsler

Die Sprecherin des Laufer Künstlerkreises, Jutta Hanna Schwarz, Herbert Oechsler und Bürgermeister Thomas Lang (von links) eröffneten gemeinsam die Ausstellung „Anna-Luise Oechsler – in Memoriam“.
Die Sprecherin des Laufer Künstlerkreises, Jutta Hanna Schwarz, Herbert Oechsler und Bürgermeister Thomas Lang (von links) eröffneten gemeinsam die Ausstellung „Anna-Luise Oechsler – in Memoriam“. | Foto: Katrin Hiller/Stadt Lauf2026/03/45f2eaa45656fd5d6702cc4bf82fe7f262781d9b_max1024x.jpg

LAUF – Noch bis zum 5. Juni ist im Foyer des Laufer Rathauses auf der Urlashöhe eine Bilderausstellung zu sehen, mit der der Künstlerkreis sein 2024 verstorbenes Mitglied Anna-Luise Oechsler würdigt.

Bei der Vernissage, die von vielen Kunstinteressierten aus Lauf und Umgebung besucht wurde, betonte Bürgermeister Thomas Lang die besondere Bedeutung der Ausstellung, die die Persönlichkeit hinter der Kunst sichtbar mache: „Anna-Luise Oechslers Bilder zeichnen sich durch große Sensibilität, eine tiefe Verbundenheit zur Natur und eine intensive Ausdruckskraft aus.“

Das konnte die Sprecherin des Laufer Künstlerkreises, Jutta Hanna Schwarz, nur bestätigen. Wie sie erzählte, hat sich die gebürtige Oberpfälzerin, die in Ottensoos lebte, erst in einem späteren Lebensabschnitt vollständig der Malerei gewidmet. In verschiedenen Ateliers und Akademien schaffte sie ihr künstlerisches Fundament und fand schließlich in der abstrakten Malerei zu einer unverwechselbaren Handschrift.

Ihre Arbeiten entstanden in unterschiedlichen Techniken, darunter Acryl, Pastell, Tusche, Öl sowie experimentelle Materialien wie Teer und Erden. Sie waren in zahlreichen Ausstellungen in der Region sowie in den Partnerstädten Tirschenreuth, Brive-la-Gaillarde und Loket zu sehen – „und sie waren immer eine Bereicherung“, so Schwarz.

Gefühl für Farben

„Anna-Luise war eine Künstlerin mit einem unwahrscheinlichen Gefühl für Farben und Formen“, betonte Herbert Oechsler, der den kreativen Nachlass seiner verstorbenen Frau verwaltet und mit bewegenden Worten an sie erinnerte. Sie habe keine Gegenstände, sondern Stimmungen gemalt und ihre Bilder als stillen Dialog mit dem Betrachter verstanden. Er freue sich sehr über die Möglichkeit, ihre Werke noch einmal einem größeren Publikum zeigen zu können.

Info: Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Laufer Rathauses besucht werden.

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