ALTDORF – Wachsende Herausforderungen für Freiwillige Feuerwehren, dazu immer größere Feuerwehrfahrzeuge: Die Anforderungen an Feuerwehrgerätehäuser nehmen zu. Die Feuerwehr Rieden verfügt bisher nur über ein Gerätehaus, das aus einer größeren Fahrzeuggarage besteht.
Ansprüche an zeitgemäße Umkleide-, Aufenthalts- und Sanitärbereiche erfüllt dieses Gebäude auf Dauer nicht. Zu diesem Befund kam auch der laufend fortgeschriebene Feuerwehrbedarfsplan der Stadt Altdorf.
Nachdem bereits im Mai 2025 im Rahmen der 150-Jahr-Feier ein symbolischer Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus erfolgte, machte der Altdorfer Stadtrat in seiner Sitzung am vergangenen Dienstag nun Nägel mit Köpfen: Einstimmig billigte das Gremium den Entwurf zum Neubau eines Feuerwehrgerätehauses mit Vereinsräumen und beauftragte die Lerzer ING+Plan GmbH aus Neumarkt mit der Umsetzung. Zuvor waren die Pläne gemeinsam mit der Feuerwehr Rieden und den örtlichen Vereinen entwickelt worden, um auf der einen Seite möglichst allen Anforderungen der Einsatzkräfte und auf der anderen Seite der kulturellen beziehungsweise gesellschaftlichen Vereinsnutzung gerecht zu werden.
Drei funktional abgegrenzte Bereiche
Die Pläne sehen ein effizientes Gebäudekonzept vor, das sich in drei funktional abgegrenzte Bereiche gliedert. Im Osten entstehen die eigentlichen Fahrzeughallen, die für drei Fahrzeuge und damit auch zukunftssicher ausgelegt sind. Daran schließt im Norden der niedrigere Umkleide- und Sanitärbereich an. Die Räume über der Fahrzeughalle bieten Lager- und Mehrzweckflächen.
Der westliche Teil des Gebäudes soll umfassende Aufenthalts- und Nutzungsmöglichkeiten bieten – unter anderem einen großen Mehrzweck- und Veranstaltungsraum für fast 100 Personen. Die Funktionsbereiche für die Feuerwehr erhalten einen robusten Charakter in Massivbauweise. Der Aufenthaltsbereich ist in ökologisch nachhaltiger Holzbauweise mit ansprechender Außenfassade geplant.
Alle Gebäudeteile werden mit einem Flachdach ausgestattet, das je nach Bauteil entweder eine Dachbegrünung oder eine Photovoltaikanlage erhält. Im Außenbereich entsteht ein vielfältig nutzbarer Platz.
