Adrian Lutter aus Lehendorf gewinnt auch die aktuelle Ausgabe des Pokerturniers

Etzelwang: Erster Zweifachsieger am Pokertisch

Überlegen, Taktieren, was macht der andere? Warum macht er es nicht? Trotz der lockeren Atmosphäre beim Pokerturnier in Etzelwang ist die Spannung hoch. Um ins Finale und somit auch an die begehrten Preise im Gesamtwert von 1500 Euro zu kommen, ist Durchhaltevermögen, eine gute Taktik und auch ein klein wenig Glück gefragt. Foto: C. Skiefe
Überlegen, Taktieren, was macht der andere? Warum macht er es nicht? Trotz der lockeren Atmosphäre beim Pokerturnier in Etzelwang ist die Spannung hoch. Um ins Finale und somit auch an die begehrten Preise im Gesamtwert von 1500 Euro zu kommen, ist Durchhaltevermögen, eine gute Taktik und auch ein klein wenig Glück gefragt. Foto: C. Skiefe2016/01/6930322.jpg

ETZELWANG – 3.45 Uhr in der Nacht ist es gewesen, als am „Final Table“ die Entscheidung fiel. Den rund neunstündigen Pokermarathon sah man allen Beteiligten deutlich an – Spielern, Dealern, Organisatoren. Trotzdem überwog der Spaß beim Pokerturnier der freiwilligen Feuerwehr Etzelwang, das mit 122 Teilnehmern mittlerweile das größte in Bayern ist und sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut.

Traditionell kurz vor dem Jahreswechsel trafen sich Pokerbegeisterte aus Nah und Fern in der Schulturnhalle in Etzelwang zum großen Kräftemessen am Pokertisch. Organisiert von Benjamin Rischkau, Richard und Robert Pilhofer von der freiwilligen Feuerwehr, genießt das Turnier einen sehr guten Ruf unter den Zockern.

Lang war die Schlange bei der Platzauslosung – 13 Tische mit je zehn Plätzen gab es zu besetzen, ausgelost nach dem Zufallsprinzip. In der Halle stieg langsam die Nervosität, bevor die „Dealer“ – darunter auch Etzelwangs Bürgermeister Roman Berr – um kurz nach 19 Uhr die erste Hand an ihren Tischen ausgaben. Jetzt hieß es: Durchhalten, nicht verzocken und sich mit der richtigen Taktik bis an den „Final Table“ zu spielen.

Gespielt wurde der beliebte Modus „Texas Hold’em No Limit“, bei dem man jederzeit alle seine Chips in die Waagschale werfen kann. Die beste Kombination aus zwei eigenen, verdeckten und maximal fünf aufgedeckten, öffentlichen Karten entscheidet. Zum ersten Mal kam in Etzelwang auch eine spezielle Pokersoftware zum Einsatz, die die „Blinds“ und die verbleibende Zeit zur nächsten Erhöhung über einen Beamer für jeden sichtbar anzeigte.

Nach und nach lichteten sich die Reihen. Die ersten Ausscheider wurden mit kleinen Trostpreisen entschädigt. Das Ziel für die anderen rückte näher: Den Sieg unter den besten zehn Spielern am „Final Table“ auszuspielen. Direkt daneben standen die Preise aufgebaut. Dank vieler Sponsoren aus verschiedenen Orten und Städten aus mehreren Landkreisen konnte die freiwillige Feuerwehr Sachpreise im Gesamtwert von zirka 1500 Euro ausspielen.

Nach einem dramatischen Finale stand am Ende ganz vorne Adrian Lutter aus Lehendorf. Der Lokalmatador gewann nach 2011 auch 2015 das Pokerturnier Etzelwang und durfte sich unter anderem über ein iPad freuen. Im Finale setzte er sich gegen die beiden Hersbrucker Tom McGowan und Frank Roth durch, die den zweiten und dritten Platz belegten.

Hinter den Kulissen des Turniers arbeiteten zahlreiche Helfer, damit Spieler und Zuschauer den ganzen Abend mit Getränken versorgt werden konnten. Den professionellen und fairen Umgang miteinander schätzen sowohl die Stammgäste des Turniers als auch die Neulinge sehr, und deshalb werden auch dieses Jahr am Jahresende die Karten wieder neu gemischt.

N-Land Christian Skiefe
Christian Skiefe