Kamine & Öfen

Worauf es beim Feuerholz ankommt

Gespaltenes Holz trocknet besser und lässt sich dann auch besser verbrennen.
Gespaltenes Holz trocknet besser und lässt sich dann auch besser verbrennen. | Foto: Christin Klose/dpa

NÜRNBERGER LAND – Für einen Kamin oder Ofen hat braucht man gutes Brennmaterial. Damit Holz effizient und emissionsarm verbrennt, muss es trocken sein. Brennholz darf demnach nur mit einer Restfeuchte von unter 25 Prozent genutzt werden. Das entspricht weniger als 20 Prozent Wassergehalt.

Zum Vergleich: Frisch geschlagenes Holz aus dem Wald kann abhängig von Jahreszeit und Sorte bis zu 60 Prozent Wassergehalt beziehungsweise 150 Prozent Feuchtegehalt enthalten. Idealerweise liegt der Feuchtigkeitsgehalt sogar unter 20 Prozent, so der Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI). Die Feuchte lässt sich mit einem im Handel erhältlichen Messgerät prüfen.

Unnötiger Brennstoffverbrauch

Wird zu feuchtes Brennholz und dann auch noch zu viel davon verwendet, wirkt sich das auf die Verbrennungsqualität aus. Die im Holz enthaltene Feuchtigkeit verdampft im Ofen. In der Folge sinkt die Verbrennungstemperatur ab und das Holz verbrennt unvollständig. Dadurch entstehen unerwünschte Abfallprodukte wie Ruß und Staubpartikel, die auch mit dem Rauch durch den Schornstein entweichen.

Auf Dauer können sich die Partikel im Ofen, Ofenrohr und Schornstein absetzen und eine teerartige Rußschicht bilden. Dieser sogenannte Glanzruß kann sich entzünden und verringert den Wirkungsgrad des Ofens, was den Energieverbrauch erhöht. Gespaltenes Holz trocknet schneller und zeigt ein besseres Abbrennverhalten. Die Scheite sollten sechs bis zwölf Zentimeter Durchmesser haben und etwas kürzer als der Brennraum sein.

Holzbriketts und fertiges Brennholz

Je nach Holzart kann es laut Umweltbundesamt etwa ein bis zwei Jahre dauern, bis das Holz durchgetrocknet und zum Heizen geeignet ist. Wer nicht so lange warten will, bekommt fertiges Kaminholz beispielsweise im örtlichen Brennholzhandel. Am besten stammt das Holz aus regionaler und nachhaltiger Waldwirtschaft, rät die Verbraucherzentrale.

Experten aus der Region
JURA Kamin
Norbert Graf Kachelöfen
Eichl Kamin
Ofen Leupold Röthenbach

Statt Holzscheite kann man auch genormte Holzbriketts kaufen. Diese lassen sich platzsparend lagern – und dank gleichbleibender Qualität gut dosieren.

Vorsicht bei Altholz

Altes Holz von Paletten oder der Baustelle ist auch oft schön trocken. „Grundsätzlich sind Paletten Verpackungsmaterial und nicht für die Verfeuerung im Kamin gedacht“, sagt allerdings Iris Dohmen, Schornsteinfegermeisterin und Sprecherin des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks. Bei Holz-Einwegpaletten könne man zwar davon ausgehen, dass sie nicht mit Holzschutzmitteln behandelt seien. Doch die Klötze der Paletten könnten aus verleimten Holzwerkstoffen bestehen, etwa Sägespänen, was für Laien meist nicht einfach erkennbar ist. Im Zweifel sollte man Paletten also besser ordnungsgemäß beim Wertstoffhof entsorgen – auch um das Risiko einer Ordnungswidrigkeit zu umgehen.

An die Gesundheit denken

Bei der Verbrennung von Altholz können gesundheitsgefährdende Emissionen entstehen, so das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). Daher dürfen diese Stoffe nur in spezialisierten Anlagen verbrannt werden, die das Abgas reinigen. Auch Altpapier, Gartenabfälle oder Hausmüll können gefährliche Luftschadstoffe freisetzen, wenn man diese im Kaminofen verbrennt, so die Verbraucherschützer – daher ist das ebenfalls verboten. 

Text: dpa

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Weekli. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen
N-Land PR-Text
PR-Text