Bewerbung für das Siegel

Wird der Landkreis Inklusive Region?

Landrat Armin Kroder unterzeichnet die Bewerbung unter den Augen von (von links) Schulamtsleiter Joachim Schnabel, Projektverantwortlicher Elisa Bräutigam und Landtagsabgeordnetem Norbert Dünkel.
Landrat Armin Kroder unterzeichnet die Bewerbung unter den Augen von (von links) Schulamtsleiter Joachim Schnabel, Projektverantwortlicher Elisa Bräutigam und Landtagsabgeordnetem Norbert Dünkel. | Foto: Landratsamt2026/03/0a8bd93c1b2d4e8fcb32a3188a93a799e3580596_max1024x.jpg

NÜRNBERGER LAND – Ziel von Inklusion ist, allen Menschen – unabhängig von Alter, Herkunft, Behinderung oder sozialen Voraussetzungen – eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Der Landkreis Nürnberger Land versteht Vielfalt dabei als Chance und möchte durch inklusive Strukturen den sozialen Zusammenhalt stärken sowie die Lebensqualität langfristig verbessern.

Grundlage der Bewerbung als Inklusive Region ist die seit September 2024 bestehende Projektstelle „Inklusive Region Nürnberger Land“. Diese wurde vom Staatlichen Schulamt initiiert und durch den Kreistag beschlossen. Aufgabe der Projektstelle ist es, inklusive Strukturen im schulischen und kommunalen Bereich zu vernetzen, weiter auszubauen und bestehende Angebote besser aufeinander abzustimmen. Im Rahmen der Netzwerkarbeit wurden bereits mehr als 100 Ansprechpartner aus Schulen, Förderzentren, Kindertageseinrichtungen, sozialen Einrichtungen, Vereinen, Beratungsstellen sowie aus Verwaltung und Politik eingebunden.

Willenserklärung unterzeichnet

Im Landratsamt unterzeichnete die Steuerungsgruppe nun eine gemeinsame Willenserklärung zur Zusammenarbeit und brachte damit die Bewerbung als Inklusive Region offiziell auf den Weg. Die Beteiligten bekräftigten ihr gemeinsames Ziel, Inklusion im Landkreis langfristig zu verankern.

Die Behindertenbeauftragte Angelika Feisthammel betonte dabei: „Inklusion muss alle Lebensbereiche umfassen und darf nicht mit dem Schulabschluss enden. Teilhabe muss von der frühen Kindheit bis ins hohe Alter ermöglicht werden.“

Schulamtsleiter Joachim Schnabel verwies auf die strukturellen Vorteile der neuen Koordinationsstelle: „Inklusion beschäftigt die Schulen bereits seit vielen Jahren. Durch die Projektstelle können vorhandene Aktivitäten besser gebündelt, Doppelstrukturen vermieden und Ressourcen gezielter eingesetzt werden.“ Als Zeichen der Unterstützung unterzeichnete auch Jugendamtsleiterin Amanda Müller die Bewerbung.

Und von politischer Seite gibt es ebenfalls Unterstützung für das Projekt. Norbert Dünkel, Sprecher für Inklusion im Bayerischen Landtag, erklärte: „Inklusion ist mir seit vielen Jahren ein besonderes Anliegen. Mehr Stellen für Inklusion an den Schulen und Projekte wie die Schulstarthelfer zeigen, wie wichtig eine verlässliche Unterstützung für Kinder und Familien im Alltag ist. Die Bewerbung als Inklusive Region setzt hier ein wichtiges Signal, das ich gerne mit initiiert habe.“

Landtagsabgeordneter Felix Locke hob hervor: „Gleichwertige Lebensverhältnisse und faire Bildungschancen sind zentrale Voraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe. Deshalb ist es wichtig, multiprofessionelle Strukturen weiter auszubauen.“

Landrat Armin Kroder dankte Projektleiterin Elisa Bräutigam sowie allen Beteiligten für ihr Engagement: „Mit der Bewerbung um das Siegel gehen wir einen weiteren Schritt, um das Nürnberger Land als inklusiven und sozialen Landkreis weiterzuentwickeln.“

Info: Über die Vergabe des Siegels entscheiden die Bayerischen Staatsministerien für Unterricht und Kultus sowie für Familie, Arbeit und Soziales. Näheres unter inklusive-region-nl.de.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren