Schwerer Unfall

Verfolgungsjagd auf der A9 bei Feucht

Symbolbild: Polizei
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NÜRNBERGER LAND/FEUCHT – Auf der A9 in Richtung Berlin zwischen den Anschlussstellen Allersberg und Feucht hat sich am Samstagmorgen gegen 07.15 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall mit anschließender Flucht des Verursachers ereignet. Wie die Verkehrspolizei Feucht mitteilt haben mehrerer Zeugen einen Unfall gemeldet, wonach zwei Pkw aufeinandergefahren seien und Fahrzeugteile über die gesamte Autobahn verteilt worden seien.

Wie die Ermittlungen ergaben, war der Geschädigte auf der mittleren der drei Fahrspuren unterwegs und wollte gerade einen Sattelzug überholen. Der spätere Unfallverursacher näherte sich von hinten mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit und erkannte den Pkw auf der mittleren Spur zu spät. Bei dem Versuch, links an dem Fahrzeug vorbeizufahren, kam es zu einem seitlich versetzten Zusammenstoß. Aufgrund der hohen Geschwindigkeitsdifferenz kamen beide Fahrzeuge erst rund 300 Meter voneinander entfernt auf dem Seitenstreifen zum Stehen.

Die N-Land Blaulichtkarte

Flucht nach Reifenwechsel

Während die eintreffende Streifenbesatzung noch mit der Reinigung der Fahrbahn und dem Erstgespräch mit dem Geschädigten beschäftigt war, wechselte der Unfallverursacher weiter vorne den platten Reifen seines beschädigten Wagens und versuchte, in Richtung Berlin zu flüchten. Wegen der Schäden an seinem Fahrzeug und mit Unterstützung weiterer alarmierter Kräfte konnte die Flucht jedoch bereits nach wenigen Kilometern beendet werden: Die Verkehrspolizei Feucht nahm den Mann auf dem Seitenstreifen fest.

Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der 22-jährige US-Amerikaner aus dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab betrunken war, unter dem Einfluss von Cannabis stand und keine Fahrerlaubnis besaß. Auch seine drei Mitfahrer – zwei 24 und 26 Jahre alte Frauen sowie ein 24 Jahre alter Mann – waren nach Polizeiangaben nicht nüchtern. Der Unfallverursacher und seine Begleiter blieben unverletzt.

Der Fahrer des geschädigten Pkw, ein 67 Jahre alter Mann aus Niedersachsen, klagte bei der Unfallaufnahme über Kopf- und Nackenschmerzen. Seine 60 Jahre alte, mitfahrende Ehefrau blieb hingegen unverletzt.

Gegen den 22-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen Unfallflucht, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet. Den entstandenen Sachschaden beziffert die Polizei auf rund 22.000 Euro. Die Ermittlungen führt die Verkehrspolizeiinspektion Feucht.

Von Mario Landauer

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