Ruhestand für Walter Pfeufer

Nach 16 Jahren des Zuhörens: Seelsorger verlässt das Rummelsberger Krankenhaus

Klinikseelsorger Walter Pfeufer (links) bekam von den grünen Damen und Herren, stellvertretend im Bild Hans Großmann und Bernadette Wegner (von rechts), ein Mosaik mit Aufnahmen der Klinik-Kapelle überreicht. | Foto: Dominik Kranzer2022/08/220802_Abschied_Pfeufer-scaled.jpg

RUMMELSBERG – Klinikseelsorger und Diakon Walter Pfeufer verabschiedet sich altersbedingt in den Ruhestand. Über 16 Jahre lang hat der 63-Jährige am Rummelsberger Krankenhaus Menschen geistlich begleitet.

„Alles hat seine Zeit“, sagt Walter Pfeufer. Der Klinikseelsorger und Diakon am Krankenhaus Rummelsberg verabschiedet sich nach über 16 Jahren in den Ruhestand. „Mit ihm geht ein großer Zuhörer und Menschenfreund“, weiß Hans Großmann, ehrenamtlicher Mitarbeiter an der Klinik. Im Dezember wären es 17 Jahre gewesen, in denen Walter Pfeufer am Krankenhaus Rummelsberg (KRU) gewirkt hat. Seinen letzten Arbeitstag hatte er nun aber am 31. Juli 2022, seinem offiziellen Renteneintritt.

Weit gereist

„Ich kenne das Krankenhaus Rummelsberg mein Leben lang“, erinnert sich Pfeufer. Angefangen vom Wechsel des Wichernhauses von Altdorf nach Rummelsberg bis zur Übernahme der Sana Kliniken AG. Zwischendrin ist der Diakon weit herumgekommen. Nach seiner Einsegnung im Oktober 1980 war er in der Kirchengemeinde Neuaubing in München tätig, über sieben Jahre im Dekanat Nürnberg und St. Egidien, drei Jahre in Jerusalem, zwei Jahre in Stein und anschließend acht Jahre als Referent des Rektors der Rummelsberger Diakonie. „Solange wie am Krankenhaus Rummelsberg habe ich es nirgends ausgehalten“, scherzt der 63-Jährige.

Die Klinik sei von Anfang an eng mit dem Ort Rummelsberg verbunden. „Es war schon immer unser Krankenhaus und es ist es auch für mich geblieben“, resümiert Pfeufer. Der besondere Spirit von Rummelsberg sei es, dass Patienten dem Haus über Jahrzehnte die Treue halten.

Abriss der Kapelle

Die Kapelle: der schönste Raum in der Klinik Freud und Leid liegen eng beieinander. Schwer fällt es Pfeufer, wenn der nahende Abriss der Kapelle zur Sprache kommt. Die jetzige Kapelle muss aufgrund des Klinikneubaus abgerissen werden. „Ich sehe die Notwendigkeit ein, aber es tut so weh. Mein Wunsch war es immer, vor dem Abriss der Kapelle in den Ruhestand zu gehen. Ich bin froh, dass das nun so kommt. Es ist der schönste Raum in der gesamten Klinik, der so viel gibt.“ Er habe beim Geschäftsführer jedoch den ausdrücklichen Wunsch hinterlegt, Teile der Glasbilder wiederzuverwenden.

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