In Lauf

Meinungsstarke Mädchen bei der Kinderbürgerversammlung

Sieben Teilnehmerinnen kamen zur Kinderbürgerversammlung in die Stadtbücherei. Ihre Anliegen wurden von mehreren Mitarbeitern der Stadt Lauf sowie etlichen Stadträtinnen und -räten aufgenommen. | Foto: Stadt Lauf/ Hiller2022/11/4e9a6727c13223767301adb974002154f3240091_max1024x.jpeg

LAUF –  Mehr Schulbusse und mehr Veranstaltungen wie die „Lichtblicke“: Die Stadt Lauf nahm in der Bücherei die Anregungen der Jüngsten bei einer Kinderbürgerversammlung entgegen.

Sieben Kinder, ausschließlich Mädchen, waren zur Laufer Kinderbürgerversammlung in die Bücherei gekommen. Anstelle von Bürgermeister Thomas Lang, der wegen eines anderen Termins später dazukam, stand Stefan Müller, Leiter des Fachbereichs Familie und Bildung, gemeinsam mit seinen Kolleginnen Romina Stauch, Stefanie Schwemmer und Paula Vogl aus der Verwaltung den Kindern Rede und Antwort.

Die Mädchen hatten sich gut auf das Treffen vorbereitet und nutzten die Gelegenheit, Anregungen und Kritik zu äußern.

Zur Einstimmung gab es ein kleines Quiz. Welchen Beruf hat der Bürgermeister ausgeübt, bevor er in sein Amt gewählt wurde? Lehrer für Mathematik und Sport am CJT-Gymnasium. Wie viele Grundschulen gibt es in Lauf und den Ortsteilen? Sieben Stück. Und wie viele Kinderbücher stehen in der Stadtbücherei? Es sind rund 12.200.

Hier zeigte sich, dass die Kinder gut über die Pegnitzstadt Bescheid wissen. Und wie sie erzählten, gefällt es ihnen dort auch sehr. „Ich möchte gar nichts ändern“, so Lina, die in Schönberg wohnt und zur Schule geht.

Wo gibt es Verbesserungsbedarf?

Marissa, die sich im Laufer Jugendrat engagiert, sieht hingegen bei der Schülerbeförderung noch Verbesserungspotenzial. Der Schulbus zwischen Schönberg und Lauf sei oft überfüllt und sie würde es begrüßen, so das Mädchen in der Versammlung, wenn vor allem zu den Hauptverkehrszeiten mehr Busse im Einsatz wären – so, wie im vergangenen Jahr, in dem es sogenannte Verstärkerbusse gab.

Wie Stefan Müller erklärte, orientiere sich die Frequenz der Schulbusfahrten an den jeweiligen Schülerzahlen und werde von der Stadtverwaltung immer wieder angepasst. Man wolle das Thema aber in jedem Fall noch einmal mit den Kollegen im Landratsamt Nürnberger Land besprechen, die für den Öffentlichen Personennahverkehr zuständig sind.

Und auch die Anregung von Marissas jüngerer Schwester Theresa, die sich wünscht, dass am Nachmittag mehr Busse von Schönberg nach Lauf fahren, werde man mit in das geplante Gespräch nehmen.

Anregungen und Wünsche

Viel Lob für die „Laufer Lichtblicke“ gab es von Xena, die sich über eine Neuauflage der Veranstaltungsreihe freuen würde. Lafia hätte gerne einen Wasserspielplatz am Kunigundenberg und Sophia fände es gut, wenn die Schilder auf dem Fischlehrpfad, die mit Graffiti besprüht wurden, gereinigt würden.

Auf dem sogenannten Wunschstern, auf dem Stefanie Schwemmer alle Vorschläge der Teilnehmerinnen notierte, standen unter anderem „Eis zur Abkühlung beim Hämmernlauf“, „eine bunte Fassade für das CJT-Gymnasium“ und „noch mehr richtig dicke Kinderbücher in der Stadtbücherei“.

Für die Kinder, die für die erfolgreiche Quizteilnahme mit kleinen Preisen ausgezeichnet wurden, ging es im Anschluss an die Versammlung noch weiter ins Industriemuseum – begleitet von Bürgermeister Thomas Lang und mehreren Stadträten, die bei der Führung durch die neuen Mitmachstationen mit Lars Hochreuther und Stephanie Schweikert ebenso viel Spaß hatten wie die Kinder.

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