HERSBRUCK – Ein 14-Jähriger soll im Verlauf des Sonntagnachmittags, 15. März, einen 13-Jährigen bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben.
Die beiden Jugendlichen trafen sich in einer Tankstelle in Hersbruck mit mehreren Bekannten. Der 14-Jährige legte dem 13-Jährigen den Arm um den Hals. Dieser wehrte sich nicht, weil er davon ausging, dass es sich um einen Spaß handle. Auf den Videos der Überwachungskameras ist zu sehen, dass der 13-Jährige anschließend bewusstlos wird und zu Boden fällt. Die Freundesgruppe steht um ihn herum. Als er nach wenigen Sekunden wieder zu Bewusstsein kommt, verlassen alle gemeinsam das Geschäft.
Im weiteren Verlauf erstatteten die Eltern Anzeige bei der Polizeiinspektion Hersbruck. Die Beamten leiteten unmittelbar ein Strafverfahren aufgrund des Verdachts einer gefährlichen Körperverletzung ein und führten eine Gefährderansprache mit dem 14-Jährigen durch. Zudem steht die Polizei in engem Austausch mit der Schule und weiteren betroffenen Behörden wie dem Jugendamt. Auch Absprachen mit der Justiz erfolgten.
Eindringlicher Appell an Eltern und Jugendliche
Leider sind derartige Fälle nicht neu. Oft sind Videos in den sozialen Medien als Ursache zu benennen. Bereits seit 2024 kursieren solche, die etwa auf eine „Blackout-Challenge“ (Ohnmachts-Herausforderung) oder ein „Choking Game“ (Würgespiel) verweisen. Diese gefährlichen Mutprobe-Videos verharmlosen, was im schlimmsten Fall lebensgefährlich sein kann.
Eltern und Jugendliche sollten darüber reden, hinschauen und eingreifen. Denn der Sauerstoffmangel kann das Gehirn schon nach wenigen Sekunden schädigen. Die Folgen können bleibende Hirnschäden, epileptische Anfälle und Schlaganfälle, aber auch schwere Behinderungen oder sogar der Tod sein.
