LAUF – Am 13. Januar haben zwei zunächst Unbekannte einen 43-Jährigen an der S-Bahn-Haltestelle in Lauf überfallen. Nun hat die Schwabacher Kriminalpolizei nach „umfangreichen und intensiven Ermittlungen“, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken in einer Pressemeldung schreibt, zwei Tatverdächtige identifiziert.
Der 43-Jährige befand sich am Dienstag, 13. Januar, gegen 20.30 Uhr auf dem Fußweg von der S-Bahn-Haltestelle „Lauf West“ in Richtung Kärntner Straße. Zwei Männer nötigten ihn, seine Zigaretten und sein Mobiltelefon herauszugeben. Als er sich weigerte, schlugen sie ihm ins Gesicht und traten mit den Füßen gegen seinen Kopf, als er bereits am Boden lag. Anschließend flüchteten sie ohne Beute. Der 43-Jährige wurde damals mit leichten Verletzungen zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Eine Fahndung nach den beiden Tätern blieb erfolglos. Die Ermittlungen übernahm das für Eigentumsdelikte zuständige Fachkommissariat der Kriminalpolizei in Schwabach.
Im Zuge Ermittlungsarbeit, die in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth erfolgte, richtete sich der dringende Tatverdacht gegen zwei Männer: einen 18-Jährigen und einen 20-Jährigen. Weil das Duo am Folgetag in einem Erlanger Drogeriemarkt erneut gewalttätig gegen einen Ladendetektiv geworden war, nachdem es dort einen Ladendiebstahl begangen hatte, beantragte die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth Haftbefehle gegen die flüchtigen Tatverdächtigen.
In der vergangenen Woche nahmen Beamte der Polizeiinspektion Nürnberg-Süd den 20-Jährigen fest. Der zweite Tatverdächtige stellte sich daraufhin am Mittwoch, 11. Februar, bei der Polizeiinspektion Lauf. Die beiden Männer wurden in eine Justizvollzugsanstalt überstellt und müssen sich nun wegen des Verdachts zweier schwerwiegender Straftaten verantworten. Im Laufer Fall steht versuchte räuberische Erpressung im Raum, ein Delikt, bei dem das Mindeststrafmaß ein Jahr Freiheitsstrafe beträgt.
