Entwickler-Team aus dem Landkreis

Abstimmung online: Ein Preis für die Feuerwehr-App „Alarmiator“?

Der harte Kern des Entwicklerteams: Lukas Kleinlein, Darren Fürst, Jens Dinstühler und Stefan Bauer (von links). | Foto: Baderschneider2022/11/HEB-HZ-LOK-Alarmiator.jpeg

HERSBRUCKER SCHWEIZ – Alarm aufs Handy: Ein freies Entwicklerteam aus Reichenschwand und Hartmannshof wurde für den Förderpreis „Helfende Hand“ vorgeschlagen. Der Grund: eine App für die Feuerwehr. Für das Projekt kann man noch bis zum 5. Dezember hier abstimmen.

Das muss ganz klar gesagt werden: Ohne das Ehrenamt geht im deutschen Katastrophenschutz gar nichts. Damit sich die Einheiten und Einsatzkräfte selbst gut organisieren können, haben zwei Mitglieder von den Feuerwehren Reichenschwand und Hartmannshof 2017 angefangen, eine App zu entwickeln, die die Planung vereinfacht.

Entwicklerteam gewachsen

Der Alarmiator hat sich stark weiterentwickelt, seit wir 2021 darüber berichteten, inzwischen ist auch das Entwicklerteam auf 15 bis 20 Personen angewachsen. Das System ist jetzt in der Kategorie „Unterstützung des Ehrenamtes“ für den Förderpreis „Helfende Hand“ nominiert. Mit diesem Preis zeichnet das Bundesministerium des Inneren und für Heimat jährlich besonderes ehrenamtliches Engagement im Bereich Bevölkerungsschutz aus. Die Nominierung allein ist schon ein Ritterschlag – aus 249 eingereichten Projekten wurden nur 15 ausgewählt. Und das nicht ohne Grund.

Das Entwicklerteam, das sich um die Initiatoren Jens Dinstühler und Stefan Bauer geschart hat, hat eine hochfunktionale Anwendung zur Einsatz- und Personalplanung für Einsatzkräfte wie zum Beispiel Feuerwehr und BRK gebaut. Zum harten Kern gehören inzwischen noch Darren Fürst und Lukas Kleinlein.

Eine App für alle Einsätze

Die App ermöglicht es, die Personal- und Einsatzplanung von Einsatzkräften zentral zu steuern. Dazu gehört nicht nur ein einfaches Benachrichtigungssystem, das Push-Nachrichten verschickt, sondern auch die Informationen, wer für welchen Einsatz die nötigen (gültigen) Qualifikationen hat. So kann zum Beispiel der aktuelle Ausbildungsstand der jeweiligen Person hinterlegt und eingesehen werden. Das ist wichtig für die Einsatzplanung.

Die Stammdatenbank enthält auch eine Terminverwaltung und erinnert an Zertifikate, die gegebenenfalls erneuert werden müssen. Auch den Einsatzmonitor im Katastrophenschutzzentrum kann die Applikation beliefern.

Und was passiert, wenn der Strom ausfällt? Angesichts der derzeitigen Energiekrise ist das tatsächlich ein Szenario, auf das sich viele im Katastrophenschutz engagierte Einsatzkräfte zurzeit vorbereiten. Jens Dinstühler führt aus, dass das nicht notwendigerweise ein Problem sein muss. Im Hersbrucker Katastropenschutzzentrum zum Beispiel gibt es einen Generator, der den Server auch bei Blackout weiter mit Strom versorgen kann. Grundsätzlich gilt ohnehin, dass die App die zentrale Leitstelle nicht ersetzen, sondern lediglich ergänzen kann.

In über 50 Gruppen ist der Alarmiator bereits deutschlandweit im Einsatz. Bei jedem neuen Einsatzgebiet kommen neue Ideen und Erweiterungen zu Tage. Dass man schnell auf sinnvolle Erweiterungen reagieren kann, ist durch den modularen Aufbau der App gewährleistet.

Jetzt abstimmen

Als er die Chancen auf die „Helfende Hand“ einschätzen soll, bleibt Dinstühler bescheiden. „Wir treten da gegen eine beachtliche Konkurrenz an“, erklärt er und verweist darauf, dass es auch einen Pubikumspreis gibt, für den man auf der Webseite www.helfende-hand-foerderpreis.de noch bis zum 5. Dezember unter „voting“ abstimmen kann. Gut für die Nominierten mit einer soliden Fanbasis.

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