Krankenhaus Rummelsberg

Abschluss: Wie es für 15 Krankenpflegehelfer aus zehn Ländern weitergeht

Damit auch im dritten Jahr der Pandemie Abstände eingehalten und auf Masken verzichtet werden konnte, wurde jeder einzeln fotografiert. Das gemeinsame Mosaik zeigt die Absolventen des Jahrgangs 2021/2022 der Krankenpflegehilfeschule am Krankenhaus Rummelsberg. Eine Person fehlte bei den Fotoaufnahmen | Foto: Dominik Kranzer2022/08/220810_KPHS_2022_Abschluss_2022-scaled.jpg

RUMMELSBERG – Erfolgreich den Karrieregrundstein für den Einstieg in die Pflege gelegt – das haben die 15 Absolventen der Krankenpflegehilfeschule am Krankenhaus Rummelsberg. Im Rahmen einer Andacht und eines Festaktes wurden sie nun geehrt. Drei von ihnen nahmen als externe Prüflinge teil.

„Früher waren Sie stolz, wenn Sie mit Lego etwas gebaut haben. Heute können Sie stolz sein, da Sie für Ihr eigenes Lebenshaus einen wichtigen Grundstein gelegt haben“, richtete Klinikseelsorger Walter Pfeufer seine Worte an die Absolventen. Dabei betonte er, dass in dem einen Jahr viel gelernt wurde über den Ablauf innerhalb der Klinik und wie man mit kranken Menschen umgeht.

Beruf mit Zukunftsperspektiven

„Sie haben definitiv einen Beruf, der Zukunftsperspektiven bietet“, so Pfeufer. Wie die Zukunftsperspektiven aussehen, wurde beim weltlichen Teil der Feier bekannt. Ein Großteil, exakt 7 Personen, starten in die dreijährige Ausbildung zum Pflegefachmann bzw. zur Pflegefachfrau und eine Person die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenten.

Aufgrund der abgeschlossenen Ausbildung besteht die Möglichkeit, die Ausbildungsdauer zu verkürzen. Jedes Jahr bietet das Krankenhaus Rummelsberg auch diese Ausbildungsmöglichkeit an. Für 4 Personen, davon zwei am Krankenhaus Rummelsberg als Pflegeassistenz, geht es am 1. September in die tägliche Arbeit über. Sie wollen ihren frisch erlernten Beruf im Pflegealltag umsetzen. Die drei externen Prüflinge werden in Ihren Einrichtungen ebenfalls zum 1. September anfangen.

Über sich hinauswachsen

Schulleiter Bruno Schuhmacher, der für den musikalischen Rahmen der Feier federführend zuständig war, lobte seine Schüler: „Sie sind in diesem Jahr über sich hinausgewachsen, so dass wir Lehrer am Ende nur noch als Lernbegleiter notwendig waren. Sie haben viel Eigenverantwortung und Eigeninitiative entwickelt. Genauso wünscht man sich das!“ Und die beiden Klassensprecherinnen Janey Love und Nicole Stöcklein betonten: „Es gab auch Tränen, aber am Ende waren wir alle begeistert und froh, die Ausbildung an dieser Schule machen zu dürfen.“

Die 15 Absolventen kommen aus 10 Ländern. Neben Deutschland sind dies Tansania, Kenia, Polen, Irak, Syrien, Äthiopien, Ungarn, Nigeria, Rumänien. Von der Bayerischen Staatsregierung bekamen die Krankenpflegehelfer als Anerkennung für die Leistung im zurückliegenden Ausbildungsjahr Freikarten für die bayerischen Museen, Schlösser und Schifffahrt, was bei den Absolventen sehr gut ankam.

Freude über Abschlussfeier

Grundsätzlich zeigten sich alle Beteiligten und auch das Schul-Team um Schulleiter Bruno Schuhmacher hoch erfreut, dass in diesem Jahr wieder eine Abschlussfeier – zusammen mit Angehörigen – stattfinden konnte „Wir sind froh, die Leistung der Schülerinnen und Schüler in einem angemessenen Rahmen zu würdigen. Wir sind überzeugt, dass Sie Ihren Weg gehen werden – wie auch immer dieser aussieht“, so Schuhmacher.

Für das Schul-Team steht abwechselnd nach dem Abschluss des Schuljahres nun Urlaub auf dem Programm. Danach heißt es „auf ein Neues“. Zum ersten September starten wieder 21 Damen und Herren die einjährige Ausbildung mit dem klaren Ziel vor Augen: „Pflegefachhelfer am Krankenhaus“.

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