Abgabeort für alte Elektrogeräte

Wird der Supermarkt jetzt zum Wertstoffhof?

Kleinere Elektrogeräte kann man ab 1. Juli auch ohne den Kauf eines neuen Geräts im Supermarkt abgeben. | Foto: Sergey/stock.adobe.com2022/06/AdobeStock_217429498-scaled.jpeg

NÜRNBERGER LAND –  Damit Elektroschrott schneller wieder verwertet werden kann, gilt ab 1. Juli in Deutschland eine Neuregelung: Kaputte und alte Elektrogeräte darf man ab Freitag nun auch im Supermarkt abgeben.

Der kaputte Toaster steht nun schon seit Wochen in der Abstellkammer. „Irgendwann“ wird man ihn schon zum Wertstoffhof bringen, so der Gedankengang vieler Verbraucher, denn: Föhn, Sandwichmaker und Co dürfen nicht einfach im Hausmüll entsorgt werden.

Ab Freitag, 1. Juli, tritt nun eine Neuregelung des Elektro- und Elektronikgerätegesetztes in Kraft, das den Verbrauchern die Entsorgung ihrer Altgeräte deutlich einfacher machen soll: Elektrogeräte dürfen nun in jedem Supermarkt abgegeben werden. Laut Umweltbundesamt gibt es so dadurch etwa 25.000 neue Rücknahmestellen für Altgeräte.

Ausnahmen der Regel:

Damit man nicht zum Einkaufen umsonst den alten Toaster mitschleppt, sollte man aber folgende Ausnahmen und Regeln beachten:

  • Nur Supermärkte mit einer Verkaufsfläche von über 800 Quadratmetern müssen Altgeräte annehmen.
  • Die Geschäfte müssen selbst mehrmals im Jahr, oder dauerhaft Elektrogeräte und Elektronikgeräte im Angebot haben. Dazu zählen aber bereits elektrische Zahnbürsten, oder elektrische Rasierer.
  • Abgeben darf man dort alles, was in der Abmessung der Kantenlänge 25 Zentimeter nicht übersteigt.
  • Die Rücknahmepflicht ist auf drei Geräte pro Geräteart beschränkt.
  • Größere Geräte, wie Fernseher oder Computerbildschirme, müssen die Geschäfte nur zurücknehmen, wenn man dort ein neues Gerät der gleichen Art kauft.

Doch, wo lagern die Supermärkte die Geräte zwischen und wie kommen sie dann anschließend zum Wertstoffhof beziehungsweise zurück in die Recycling-Kette? Während sich so manche Filialleiter Gedanken machen, lassen die großen Lebensmittelketten laut dpa verlauten, sie seien auf die Neuregelung vorbereitet. Die Geräte müssten einfach ab Freitag an der Kasse abgegeben werden und würden dann fachgerecht entsorgt. Seit Anfang dieses Jahres galt bereits eine Übergangsfrist für die Gesetzesänderung.

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