Bebauungsplan für alte Schule beschäftigt Gemeinderat

Schaffe, schaffe, Häusle baue

Das alte Schulhaus wird abgerissen. Dafür entsteht barrierefreier Wohnraum.2014/11/winkelhaidalteschule_New_1417185601.jpg

WINKELHAID – Was genau wird aus der alten Schule? Der Winkelhaider Gemeinderat befasste sich auf seiner Sitzung erneut mit dem Thema und ließ sich in Sachen Planungen auf den neuesten Stand bringen.

Dass auf dem Gelände der alten Schule Wohnungen entstehen sollen, hat der Gemeinderat bereits beschlossen. Nun informierte Bernhard Walk, Mitarbeiter des Büros Grosser-Seeger & Partner, das Gremium über den aktuellen Sachstand.

40 Prozent des Grundstücks dürfen überbaut werden. Nach aktueller Planung sind drei Gebäude auf dem Gelände angedacht. Das künftige Bauwerk, das direkt an der Schulstraße gelegen sein wird, wird etwas höher als die alte Schule, die abgerissen wird. Das alte Gebäude zu erhalten, wäre nicht wirtschaftlich, denn allein die energetische Sanierung hätte eine halbe Million Euro gekostet, so Bürgermeister Michael Schmidt. Die beiden anderen Gebäude werden nicht so hoch.

Um festzustellen, wie sich der Schattenwurf verändern wird, hat das Büro Grosser-Seeger & Partner eine Verschattungsstudie angefertigt. Das Ergebnis: keine signifikanten Veränderungen. Die nordöstlich angrenzenden Flächen werden in den Herbst- bis Frühjahrsmonaten erstmals verschattet. Im Herbst und Winter reichen die Schatten etwas tiefer in die nordwestlich und nördlich gelegenen Grundstücke hinein als vorher. „Die Änderungen sind kaum spürbar“, fasste Schmidt zusammen.

Eine andere Veränderung dagegen schon: Das neue Gebäude wird drei Meter näher an der Schulstraße stehen als die alte Schule. „Wenn das Gebäude noch weiter auf die Schulstraße rausgeht, wirkt das ja wie ein Klotz“, sagte Erwin Reitzmann (SPD). In dieselbe Richtung ging Ulrich Kretschmers (FWG) Kritik: „Die Wohnfläche soll mit fünf Wohngeschossen weit über 3500 Quadratmeter betragen. Das wird wirklich ein Klotz.“ Thomas Koch (Grüne) entgegnete, dass es relativ viele Freiflächen gebe. Die SPD verweigerte ihre Zustimmung zum Bebauungsplan. „Wir könnten zustimmen, wenn eine Firsthöhe von 15 Metern festgesetzt wird, das Gebäude zurückgesetzt wird und vorne Parkplätze angelegt werden“, sagte Fraktionssprecher Georg Schön-
weiß.

Ob Parkplätze überhaupt notwendig sind, ist fraglich. Ohnehin sieht der Bebauungsplan Tiefgarage und Stellplätze vor. Auch einen Aufzug soll es geben. Dem Vorhaben liegt die Idee zugrunde, dass es in Winkelhaid viele Einfamilienhäuser mit großem Grund gibt. Wenn deren Besitzer sich nicht mehr darum kümmen können, bietet sich das Wohnen in den barrierefreien Wohnungen an.

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