Corona-Pandemie

Wann impfen die Hausärzte?

Symbolfoto | Foto: Diaz/Getty Images2021/02/corona-impfen-impfung-GettyImages-1273214576-Antonio_Diaz.jpg

NÜRNBERGER LAND — Wenn erst einmal genügend Impfstoff für die breite Bevölkerung vorhanden ist, soll man die Möglichkeit haben, sich beim Hausarzt gegen das Coronavirus impfen zu lassen, hieß es bereits vor einigen Wochen. Das hat Bayerns Gesundheitsministerium gestern auf Nachfrage der PZ noch einmal bestätigt – doch bis dahin kann es noch dauern.

„Die Impfungen über niedergelassene Hausärztinnen und Hausärzte im Rahmen der Regelversorgung können ermöglicht werden, sobald geeignete Impfstoffe in ausreichender Anzahl vorhanden sind und geliefert werden können“, so eine Sprecherin.

Dabei hapert es nicht nur an der Menge, sondern auch an der Logistik. Der Impfstoff von Biontech muss ex­trem tiefgekühlt werden, sowohl er als auch das Vakzin von Moderna gelten als anfällig für Erschütterungen. Aufgrund der „Beschaffenheit der bislang zugelassenen Impfstoffe sowie deren komplexer Lagerbedingungen und der damit verbundenen Anforderungen an eine (lückenlose) Kühlinfrastruktur“ sei in der Anfangsphase ausschließlich eine Abgabe über Impfzentren und mobile Impfteams vorgesehen gewesen, so die Sprecherin.

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Zumindest für fünf Tage kann der Biontech-Impfstoff allerdings zwischen 2 und 8 Grad gelagert werden, also in einem Temperaturbereich, den auch ein haushaltsüblicher Kühlschrank schafft.

Ob logistisch etwas gegen den mittlerweile ebenfalls zugelassenen, aber anders aufgebauten Impfstoff von AstraZeneca spricht, blieb offen.
Wann konkret die Hausärzte das Impfen übernehmen könnten, dazu äußert sich das Ministerium nicht. Das werde auf Bundesebene festgelegt, hießt es.

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