Weiberfasching in Diepersdorf

Unsinniger Donnerstag im Friseursalon

Am heutigen "unsinnigen Donnerstag" hieß es: "Komm hol das Lasso raus" im Salon von Sonja Fischer. | Foto: Korell2022/02/DSC09862-scaled.jpg

DIEPERSDORF – Zwischen Krapfen, Faschingsmusik und Luftschlangen konnten sich Kunden am unsinnigen Donnerstag im Friseursalon von Weltmeisterin Sonja Fischer und ihrem Team in Diepersdorf die Haare schneiden lassen.

Seit Jahrzehnten sei das gaudimäßige Haareschneiden bereits Tradition, schreibt Sonja Fischer in einer Pressemitteilung. Früher auf Kundenwunsch in lockerer Atmosphäre im elterlichen Salon eine Straße weiter, jetzt bereits seit 2015 in den neuen Räumen.

Nach wie vor genießen die Kundinnen und Kunden an diesem Tag ihren bunten Friseurbesuch, auch gerne bei einem Glas Sekt, Ramba-Zamba und Fiesta Mexikana. “Die einzige Faschingsveranstaltung, die in diesem Jahr mit 3G-Regel funktioniert“, sagt Fischer, während sie anstatt das Tanzbein die Schere schwingt.

Kapitänin Fischer

Als Kapitänin verkleidet steuert sie kein Schiff, sondern das Salonkonzept mit Arbeitsschutz und Hygieneregeln. Seit 9. Februar müssen sich die Passagiere beziehungsweise Kunden beim Salonbesuch nicht mehr ein- und auschecken, da es keine Nachverfolgung bezüglich der Infektionskette der Kontaktpersonen wegen Coronavirus mehr gibt.

Kopfmassage vom Cowboy

Fischers Mitarbeiter sind ebenfalls verkleidungsbegeistert, vor allem ihr Mitarbeiter Saif. Im schwarzen Mantel samt pinkfarbenem Cowboyhut mit schwarzer Lockenperücke gibt er Kopfmassagen. Zum Faschingssong „Komm pack das Lasso aus, wir spielen Cowboy und Indianer“ verpasst Auszubildende Yassi bekleidet mit einem goldenen Glitteroberteil und schwarzem Sheriff-Cowboyhut einer Kundin blonde Strähnchen.

Am kommenden Dienstag zum Faschingsausklang wird im Salon zwar auch verkleidet gearbeitet, aber nicht früher Feierabend gemacht, da die Chefin heuer nicht pünktlich zum Närrschbrucker Rumzug nach Hersbruck muss. Leider fällt dort ja auch dieses Jahr das Faschingstreiben pandemiebedingt aus, stattdessen werden im Salon fränkische Krapfen gegessen – natürlich ohne Polonaise, denn bei dieser kann der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden.

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