Rückersdorfer Gemeinderat hat sich entschieden

Bald Baumbestattungen auf dem Waldfriedhof

Auf einem kleinen Waldstück südwestlich der Aussegnungshalle sollen bald Baumbestattungen möglich sein. | Foto: Braun2017/02/friedhof-ruckersdorf-waldchen-baumbestattung1.jpg

RÜCKERSDORF — Wenn nicht auf einem Waldfriedhof, wo dann sollten Baumbestattungen möglich sein? Weil diese moderne Form der Urnenbeisetzung auch in Rückersdorf immer mehr nachgefragt werde, so Bürgermeister Manfred Hofmann, hat sich der Gemeinderat entschieden, noch in diesem Jahr die Baumbestattung möglich zu machen.

Dabei werden verrottbare Urnen mit der Asche des Toten im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt. Namenstafeln in der Nähe erinnern an den Verstorbenen. „Ort des Gedenkens“ wird dieser Bereich in Rückersdorf genannt. Entstehen soll die neue Grabfläche auf einem kleinen Waldstückchen südwestlich der Aussegnungshalle. Der Bauausschuss wird sich schon nächste Woche mit Details beschäftigen, der Bauhof muss nämlich bis Ende Februar notwendige Rodungs- oder Schnittarbeiten abgeschlossen haben.

Im Unterschied zur bestehenden klassischen Urnenwand und zur geplanten Baumbestattung mit Namenstafeln hat Rückersdorf erst vor einigen Jahren die anonyme  Urnenbestattung eingeführt. Auf dieser neu angelegten Fläche, die erst 2016 mit einem Kunstwerk verschönert wurde, werden zwar ebenfalls verrottbare Urnen beigesetzt, keine Inschrift, kein Namenstäfelchen erinnert aber hier an die Toten. Im Gegenteil. Bestattungen finden hier laut Friedhofssatzung grundsätzlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit und nur im engsten Familienkreis statt.

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