Gemeinderat Kirchensittenbach

So ist der Stand beim Gewerbegebiet bei Unterkrumbach

Auf der Fläche mit dem Maisacker am Ortseingang von Unterkrumbach soll ein kleines Gewerbegebiet entstehen. | Foto: E. Bodendörfer2021/09/redweb20210909-153337.jpg

KIRCHENSITTENBACH – Am östlichen Ortsrand von Unterkrumbach planen zwei einheimische Investoren auf einer Fläche von 1,8 Hektar ein kleines Gewerbegebiet namens „Handwerkersiedlung“. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats ging es nun um den Flächenausgleich für das Vorhaben.

Eigentlich hätte der Gemeinderat bereits den überarbeiteten Entwurf eines entsprechenden Bebauungsplans mit Grünordnungsplan billigen sollen. Dieser lag aber noch nicht vor.

Weil die für die Handwerkersiedlung benötigte momentan landwirtschaftlich genutzte Fläche einen Eingriff in die Natur bedeutet, muss es einen entsprechenden Ausgleich geben. Deshalb beantragten die Investoren für den Bebauungsplan für das Gewerbegebiet, dass die naturschutzrechtliche Eingriffsbilanzierung auch nach dem Biotopwertverfahren aus der Bayerischen Kompensationsverordnung durchgeführt werden soll. Das soll zusätzlich zum bisher angewendeten Verfahren nach dem Leitfaden „Bauen im Einklang mit Natur und Landschaft“ geschehen.

Grüne Punkte

Bei dem Biotopverfahren wird ein Gutachten erstellt, in dem der naturschutzrechtliche Eingriff in Punkten bewertet wird. Durch Begrünungsmaßnahmen im künftigen Gewerbegebiet und durch den Erwerb ökologischer Flächen oder die naturnahe Umwandlung von intensiv genutzten Flächen können diese nötigen Punkte dann gegengerechnet werden. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag der Investoren zu.

Stefan Scharrer wollte wissen, ob durch Ausgleichsflächen nach diesem Verfahren nicht wertvolle landwirtschaftliche Flächen verloren gehen. Dem sei nicht unbedingt so, sagte Geschäftsleiter Andreas Funk. Die Flächen müssten nicht komplett der Bewirtschaftung entzogen werden. Als Beispiel für eine naturnahe Nutzung nannte er die extensive Weidewirtschaft.

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