Gemeinderat Kirchensittenbach

In Aspertshofen soll ein weiteres Baugebiet ausgewiesen werden

Auf diesem Hanggrundstück in Aspertshofen könnte bald schon ein Baugebiet mit bis zu zwölf Bauplätzen entstehen. | Foto: E. Bodendörfer2020/02/20200206-171406.jpg

KIRCHENSITTENBACH – Aus einem Seniorenheim in der Gemeinde Kirchensittenbach wird wohl so schnell nichts werden, dafür könnte aber an dem dafür vorgesehenen Platz bald ein neues Baugebiet ausgewiesen werden.

Im vergangenen Herbst hat die Gemeinde ein größeres Grundstück in Aspertshofen erworben, um dort eventuell ein Senioren- und Pflegeheim von einem Träger bauen zu lassen. Es sei aber nicht so leicht, einen Betreiber zu finden, so Bürgermeister Klaus Albrecht.

Und der einzige Betreiber, der bislang Interesse bekundet habe, habe nun mitgeteilt, dass eine Entscheidung darüber erst in den nächsten Jahren getroffen werden könne. Im Gemeinderat war man sich schnell einig, dass es besser wäre, dort ein Baugebiet umzusetzen. Bis zu zwölf Einfamilienhäuser könnten dort entstehen.

Konzept für Kita

Genauso einstimmig fiel der Beschluss darüber aus, das in der Januarsitzung vorgestellte Raumkonzept für den Kita-Neubau in Auftrag zu geben. Laut dem Architekten komme es dadurch zu einer Kostenmehrung von 45 000 Euro. In diesen Mehrkosten sind allerdings auch zusätzliche Dinge eingeplant wie ein Vordach am Bestandsgebäude, ein Gartengerätehaus, ein elektronisches Türschließsystem, ein Sanitär- und Wickelraum sowie die Anlage von rund 2000 Quadratmetern Außenfläche. Der Wiederaufbau der Außengeräte und das Anlegen einer Quelle soll in Eigenregie erfolgen. Außerdem wurden in der jüngsten Sitzung die Gewerke Fliesenarbeiten, Bodenbelagsarbeiten, Schreiner Innenelemente, Malerarbeiten und Baureinigung vergeben.

Und auch mit der Sanierung des Frühmesserhauses, das ja nun offiziell der Gemeinde gehört, kann es weitergehen. Kurz vor der Gemeinderatssitzung überreichte Bürgermeister Klaus Albrecht den symbolischen Gegenwert von einem Euro an Pfarrer Ekkehard Aupperle von der evangelischen Kirchengemeinde, der das Haus vorher gehört hat.

Um den Vorgaben des Gemeindeentwicklungskonzepts gerecht zu werden, wird der Antrag auf Flurneuordnung im gesamten Gemeindegebiet aus dem Jahr 2000 zurückgenommen. Es gebe derzeit keinen Bedarf an einer Flurneuordnung, so Bürgermeister Albrecht.

Formelles Fördern

Andererseits beschloss der Gemeinderat für Steinensittenbach und Hohenstein ein umfassende Dorferneuerung zu beantragen und für Kirchensittenbach zunächst eine einfache Dorferneuerung in Verbindung mit einer späteren umfassenden Dorferneuerung. Es handelt sich dabei um formelle Anträge beim Amt für Ländliche Entwicklung, um dann – wenn es konkret wird –, entsprechende Fördermaßnahmen möglichst schnell einzuleiten.

Für die Grundschule sollen über das Förderprogramm „Digitale Bildungsinfrastruktur an bayerischen Schulen“ zehn Tabletts angeschafft werden. Der Fördersatz dafür beträgt 90 Prozent.

Weiter informierte Klaus Albrecht, dass es für das Bundesförderprogramm „Mehrgenerationenhaus“ in der Verwaltung Infomaterial gebe, falls jemand Interesse habe.

N-Land Elke Bodendörfer
Elke Bodendörfer