Närrschbrucker Rummzug in Hersbruck

Gaudiwurm in der Altstadt

Foto: J. Ruppert2017/02/F4.jpg

HERSBRUCK – Helene Fischer singt live ihren Hit „Atemlos“ mitten auf dem Marktplatz? Der Närrschbrucker Rummzug machte das Unmögliche möglich und holte den Star beziehungsweise sein Double Simone „in die Siddy“ von Hersbruck.

Tausende säumten die Straßen, auf denen der Gaudiwurm vorbeizog. Den Anfang bildeten die Hexen der FGN-Karnevalisten-Vorstandschaft. Altertümlich ging es weiter, denn es folgten die Spielleute der Nürnberger NCN in historischen Gewändern. Auf dem Prunkwagen der FG Närrschbruckia fuhren Landrat Armin Kroder, Bürgermeister Robert Ilg und Landtagsmitglied Norbert Dünkel mit. Die Honoratioren sammelten fleißig Pluspunkte, indem sie das aktuelle und vor allem das künftige Wahlvolk mit jeder Menge Süßigkeiten bewarfen.

Bierkasten auf Rollen
Nach den Garden der Hersbrucker Karnevalisten kam der erste Showwagen. Gerhard Kratzer nahm diesmal den Berliner „Fluch“-Hafen aufs Korn. „Herrschbrugg first!“ forderte die als Cowboys verkleidete Kirchgassgäng frei nach US-Präsident Donald Trump. Die Bürgerbräu-Freunde schoben einen riesigen Bierkasten durch die Stadt.

Der Elferrat der Happurger hat die dortige Faschingskarawane gut überstanden. Angeführt von den Gemeindechefs Bernd Bogner und Thomas Schmidt zeigten sie in Hersbruck Flagge. Mit Unterstützung der Moderatoren Götz Reichel, Norbert Winkler und Wolfgang Wein sangen die Michelmühlerinnen mit Max dem Ersten vor dem Hirschbrunnen Gospellieder.

Die Handballer kamen als Eulen und verwandelten die Nacht zum Tag. Von der FG Närrschbruckia stammten die Hupfdohlen und die große Garde, die auf Kopfsteinpflaster ihr Können zeigte.

„Ene, mene, miste, es rappelt in der Kiste, ene, mene, meck, die Wirtshäuser sind weg“, beklagten die Altensittenbacher auf ihrem Wagen frei nach einem altbekannten Abzählreim. Ganz unschuldig fühlten sie sich aber wohl nicht: Die Insassen des Gefährts waren als Zauberer, Hexen, Druiden und Magier verkleidet – „Hex, hex!“ Auch die Kühnhofener hatten die US-Politik als Thema. „Trump, make Kühnhofen great again!“ Ihre geplante Stadtmauer sollten übrigens die Ostbahner bezahlen.

Einen aus ihrer Sicht Umweltfrevel prangerten die Meeresbewohner wie Tintenfische und Quallen der Happy Herrschies an: „Das Oberbecken ist leider leer, jetzt ist die Therme unser Meer. Die Spitzingseefreunde verlängerten ihren Skiurlaub – zumindest was das Après Ski anbelangt. Sie hatten kurzerhand eine Skihütte dabei.

Die Marchingband aus Lauf sorgte für einen optischen und akustischen Höhepunkt. Vorneweg gingen die Fahnenschwingerinnen. Unter Leitung ihrer Dirigentin Daniela Hengl-Beck spielten die Musiker schmissige Songs.

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