FGN-Fasching in der Geru-Halle

Die Närrschbruckia ruft, die Narren kommen

Angeheizt von der Band „Sperrstund“, gehörte die Tanzfläche den Narren. | Foto: R. Wacker2020/02/tolle-Stimmung-beim-FGN-Ball-scaled.jpg

HERSBRUCK – Erst die Kleinen, dann die Großen, hieß es beim Ball der Hersbrucker Faschingsgesellschaft Närrschbruckia: Sie rief junge und später nicht mehr ganz so junge Narren zu Kinderfasching und Faschingsball in die Geru-Halle.

Zuerst stürmte der Nachwuchs herein. Schon eine halbe Stunde vor Beginn war die Halle gut gefüllt, etliche Mädels verkürzten sich die Wartezeit mit gekonnten „Purzelbäumen“. Dann zog der Elferrat mit dem Prinzenpaar Andreas und Julia ein – es folgte ein lustiger, kurzweiliger Nachmittag.

Dicht gedrängt verfolgten die Kids zuerst eine Show der Tanzgarde Anemon, danach verzückten die kleinen „Schneggerla“ das Publikum. Zum bombastischen Sound von „Eye of the Tiger“ zeigten die „Schneggerla“ als putzige Katzen und Mäuse ihre Show. Ihre Trainerin Manuela Vogt und Betreuerin Susanne Bayer freuten sich über ein Dankeschöngeschenk von ihren Schützlingen.

Beim Kinderfasching reisten die Kleinen sogar zwei Mal nach Jerusalem. | Foto: R. Wacker2020/02/Kifa-scaled.jpg

Den Job des DJs übernahmen abwechselnd die Damen der Prinzengarde. Das „Fliegerlied“, „Cotton Eye Joe“ und andere unvermeidliche Fetenhits durften natürlich nicht fehlen. Ebenso wenig wie das lustige „Schokoschaumkuss-Essen“ und die „Reise nach Jerusalem“ – die wegen des großen Interesses zwei Mal durchgeführt werden musste.

Um um 19.11 Uhr folgte traditionell der Höhepunkt der Hersbrucker Faschingsballsaison – der große, schillernde FGN-Ball. Der Elferrat und das Stadtoberhaupt Robert Ilg machten es heuer erfreulich kurz mit ihren Begrüßungs- und Dankesreden, so dass einer ausgelassenen Ballnacht am Tanzparkett und in der Bar nichts mehr im Wege stand.

Durch den Ballabend führten heuer erstmalig drei „Hersbrucker Hofnarren“: Wolfgang Wein, Götz Reichel und Norbert Winkler, die in ihrer unnachahmlichen Weise mit viel Witz und Verstand den FGN-Ball würzten.

Mit Schlager und Rock’n’Roll

Die Musiker von „Sperrstund“ taten ihr Übriges und heizten dem Narrenvolk aus Nah und Fern gehörig ein. Schlager und Schunkelrunden gab es zum „Warm Up“. Dann langten sie ordentlich in die Saiten, denn sie „wollten die Eisbären sehen“ und „liebten den Rock’n’Roll“.

Um den Tanzenden nicht im Wege zu stehen, wurden die aktuellen Sessionsorden den verdienten Mitgliedern und Helfern direkt an ihren Plätzen überreicht. Die erste Vorsitzende der Hersbrucker Narren, Kathrin Kellner, stellte aber ganz besonderes „Opa Norbert“ (eine genauere Namensbezeichnung wollten sie nicht öffentlich haben) in den Vordergrund, der schon seit Anfang an dabei sei, im Hintergrund mit anpacke und es sich nicht nehmen lasse, an seinem Geburtstag beim FGN-Ball mit dabei zu sein.

Verpasster Ehrentanz

Unter den Ehrengästen war auch FGN-Ehrenvorsitzender Roland Winkler, der nach der gespenstisch-schaurigen Show der Prinzengarde gedrängt wurde, eine Zugabe mit zu tanzen – doch leider plage ihn zur Zeit der Ischiasnerv, sonst hätte er gerne den Zugabewunsch erfüllt.

Selbst nach Mitternacht zeigte das Narrenvolk keine Schwäche, die Tanzfläche war mit begeisterten Cowboys, Feen und Prinzessinnen dicht gefüllt. Das war auch fast zu erwarten gewesen, denn die „Sperrstund“-Band aus dem Leinburger Gemeindeteil Pötzling wurde mit einer 70-köpfigen Fanbus-Mannschaft unterstützt.

Und um letzte Unsicherheiten auszuräumen, betonten die Verantwortlichen, dass zum Finale der Hersbrucker Rummzug wie gewohnt am Faschingsdienstag seine Runde in das Herz der Stadt ziehe.

N-Land Roland Wacker
Roland Wacker