BR sucht für Sendung am 25. März noch weitere Gesprächspunkte

Asyl, Flurbereinigung, Windkraft, Schulen

Bürgermeister Robert Ilg (links) und Karl-Heinz Wölfel, Geschäftsleiter der Stadt Hersbruck (dahinter), im Gespräch mit den vier Redakteurinnen des BR. Foto: Will2015/03/5_2_1_2_20150306_HERSBR.jpg

HERSBRUCK – „Jetzt red i“ ist eine der beliebtesten Sendungen des Bayerischen Fernsehens. Am 25. März senden die Redakteure die Serie, in der sich Minister den Fragen des Publikums stellen, live aus Hersbruck. Mittlerweile steht das grobe Konzept der Sendung. Gerne hätten die Macher aus dem Hirtenmuseum gesendet, das jedoch ist zu klein, weshalb nun die Dauphin Speed Event-Halle angemietet wurde.

In den vergangenen Tagen haben die Redakteure viel recherchiert, auf der Suche nach Themen und Problemen, die Hersbrucker stellen und die sich durch den Bürgermeister oder den Landrat lösen können. Am Mittwochabend traf sich die Crew mit etwa 40 bereits ausgesuchten Bürgern im Grünen Baum in Kleedorf. Hier wurde schnell gefiltert, was ein Thema wäre und welches nicht.

Vier Punkte, die in der Live-Sendung behandelt werden, stehen jetzt bereits fest:

1. Die Betreuung von Flüchtlingen: Angela Henke (Caritas) schilderte das Problem: Für die Asylbewerber, die im ganzen Landkreis ein vorübergehendes Zuhause erhalten, gibt es viel zu wenig Sozialbetreuer. Diese festen Kräfte kümmern sich nicht nur um die Menschen, die vor Krieg und Elend geflohen sind, sondern auch um die Koordination der vielen Ehrenamtlichen, ohne die die Flüchtlingshilfe überhaupt nicht funktionieren würde. Die Sozialministerin wird zu diesem Thema nicht kommen, sie schickt aber ihren Amts-Chef.

2. Geldnot an Montessori-Schulen: Die privaten Schulen haben ein Personal- und Finanzproblem. Sie finden zu wenig bayerische Lehrer, weshalb sie auf Pädagogen aus Österreich zurückgreifen müssen – und kriegen deshalb prompt einen vom Kultusministerium auf den Deckel. Und noch dazu wurden die Förderungen für die Montessori-Schulen von 80 auf 60 Prozent reduziert. Das Schulamt – so wird gesagt – lehne sich zurück und fordere, doch einfach das Schulgeld zu erhöhen. Das aber wollen die Schule nicht, sie wollen „keine Eliteschulen“ sein. Damit würde auch die Wahlfreiheit der Eltern eingeschränkt. Diesem Problem stellt sich Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle in der Dauphin Speed Event.

3. Ärger mit der Flurbereinigung: Zwei Landwirte berichten getrennt voneinander von ähnlichen Problemen: Sie sehen sich in der Flurbereinigung benachteiligt. Einer hatte Einspruch eingelegt und wartet jetzt seit satten vier Jahren auf eine Antwort – bislang vergebens. Dazu ist Landwirtschaftsminister Helmut Brunner angefragt, die Chancen, dass er live Stellung bezieht, stehen nach Auskunft des BR gut.

4. Windkraft: Als Ministerpräsident Horst Seehofer die 10-H-Regelung einführte, war für Hersbruck klar: Die rund 100.000 Euro für mehrere Gutachten wurden damit in den Sand gesetzt. Denn: Der im Vergleich zur Höhe einer Windmühle zehnfache Abstand zum nächsten Ort – das war mit dem geplanten Rad auf dem Hansgörgl unvereinbar. Jedoch: Die 10-H-Regelung ist nicht unumstritten. „Wenn es darüber wieder einen Dialog gibt“, so Hewa-Chef Harald Kiesl, „dann wäre wieder alles offen“, sprich: Die Hewa und die Stadt würden Windkraft am Hansgörgl prüfen lassen, wie beide Parteien schon früher bekräftigten. Hierzu hat der BR als Ansprechpartner einen Experten aus dem Wirtschaftsministerium angefragt. Ob der barrierefreie Bahnhof rechts noch Thema wird, ist noch unklar.

Es bleibt in der 45-minütigen Sendung (30 Minuten lang geht es danach live im Netz weiter) noch Platz für weitere Themen. Der BR sammelt noch. Per Post ist der BR so erreichbar: Bayerischer Rundfunk, Jetzt red i, Floriansmühlstraße 60, 80939 München. Per Mail: [email protected] Per Telefon: 089/5900-25299. Per Fax: 089/5900-27653.

N-Land Susanne Will
Susanne Will