Planungen der Faschingsvereine

Was wird mit dem Fasching in der Hersbrucker Schweiz?

Tanzen werden sie, aber einen Kampf um den Rathausschlüssel soll es in Hersbruck heuer nicht geben. In Happurg dagegen schon. | Foto: M. Gundel2021/10/DSC-0068.jpeg

HAPPURG/HERSBRUCK (mam/mg) – Eingefleischte Faschingsfans zählen wohl schon die Tage: In drei Wochen ist es so weit, dann läutet der 11. November die neue Session ein. Nachdem die vergangenes Jahr eher ein Trauerspiel war, hoffen die hiesigen Vereine heuer zumindest auf eine abgespeckte Version und schmieden fleißig Pläne.

Unterkriegen lassen sich die Happurger Faschingsfreunde ohnehin nicht. Aber dass jetzt wieder einiges möglich sein wird, treibt ihnen ein breites Grinsen ins Gesicht: Es wird und wurde viel geplant und tatsächlich scheint es so, als ob es in dieser Session wieder mehr Möglichkeiten für Veranstaltungen geben wird.

Auf Nachfrage informierte der Vorstand über das vorgesehene Programm: Am 11. November wird es tatsächlich vor dem Rathaus wieder einen „echten“ Kampf um den Rathaus-Schlüssel geben. Anschließend ist das „Faschingsausgraben“ angesagt. Die „Schätze“ der vorigen Session sollen wieder aus der Kiste hervorgeholt werden. Das wird der offizielle Beginn des Faschings sein.

Warten bis Dezember

Das Ordensfest mit Inthronisation der Prinzenpaare soll am 20. November im Alfelder Musikzentrum über die Bühne gehen. Und die Auftaktveranstaltung am 5. Januar 2022 in der Happurger Turnhalle steht auch schon fest im Programm.

Bisher klingt die Aufzählung nach absoluter Normalität, wie vor Corona. Das große „Aber“ kommt allerdings doch: Mit dem Landratsamt sei vereinbart worden, dass die Durchführung des beliebten Faschingszugs erst im Dezember entschieden wird. Und der Vorstand weist zudem darauf hin, dass bei allen Indoor-Veranstaltung mit der „3G+“- Regel kontrolliert werde. So ist zwar die komplette Planung noch nicht in trockenen Tüchern, aber es besteht eine berechtigte Hoffnung – besonders für alle Faschings-Freunde und -Fans.

Pessimismus bei Kellner

Auch die Hersbrucker Narren hoffen und planen – wenn auch etwas vorsichtiger als die Happurger Kollegen. Den Auftakt am 11. November vor dem Rathaus lässt sich die Närrschbruckia nicht entgehen: Um 16 Uhr gibt’s Gardetanz, aber keinen „Kampf“ um den Rathausschlüssel, verrät Kathrin Kellner. Der wird wohl sicherheitshalber eher gesittet übergeben. Fest steht auch das Ordensfest am 13. November im Gasthaus Hupfer in Offenhausen, wo wie gewohnt alle Kinder und Sponsoren den Orden überreicht bekommen und die Garden auftreten werden.

Auch der Faschingsball der FGN sei „eigentlich fest geplant“, sagt Kellner – die Halle sei gebucht, Termin wäre der 19. Februar. Final entschieden, ob es bei den jetzigen Planungen bleibt, wird sich wohl erst im Dezember. Und mit Blick auf den Faschingszug gibt sich Kellner eher pessimistisch: „Ich glaube nicht, dass er stattfinden kann.“ Für alles andere liefen die Planungen, „die Kinder freuen sich“, auch die Turnhalle könne wieder zum Trainieren benutzt werden. Doch noch müsse der Verein „auf Abruf“ reagieren.

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