Aschermittwoch

Schlüsselrückgaben in Happurg und Hersbruck

Happurgs Bürgermeister Bernd Bogner (links) nahm den Rathausschlüssel von Horst Paulus wieder in Empfang. | Foto: M. Münster2021/02/P1100848.1.jpg

HERSBRUCK/HAPPURG (mam/jr) – Zwar war der Rathausschlüssel seit dem „Elften-Elften“ im Besitz der Närrschbruckia. Doch so richtig freuen konnten sich die Mitglieder der Hersbrucker Faschingsgesellschaft über das Teil diesmal nicht: Wegen der Corona-Pandemie gab es keinen Rummzug, keinen Ball, keinen Kinderfasching, keine Auftritte der Garde.

„Die Veranstaltungen mit euch und von euch haben mir gefehlt“, sagte Bürgermeister Robert Ilg bei der Rückgabe in kleinster Runde zu Svenja Bölter und Sonja Leicht. Das Stadtoberhaupt hofft, dass die Aktiven dabeibleiben und zusammenhalten, um im Herbst wieder loszulegen – dann aber mit einem „hoffentlich unmaskierten“ Bürgermeister. Robert Ilg dachte auch an die Selbstständigen, Gastwirte und Kulturschaffenden, die von der Krise besonders betroffen sind und teils um ihre Existenz kämpfen. „Ohne Kneipen und Wirtshäuser gibt es keine Faschingsfeten“, wies er auf Zusammenhänge hin.

Bürgermeister Robert Ilg bei der Rückgabe in kleinster Runde mit Svenja Bölter (links) und Sonja Leicht (rechts). | Foto: J. Ruppert2021/02/redwebFGN-Schl-ssel.jpg

Vereine wie die Närrschbruckia seien zudem dankbar für Unterstützung aus Industrie und Handel. Sonja Leicht bat darum, dass die Gardemädchen mehr Trainingsmöglichkeiten bekommen, wenn die Turnhallen wieder öffnen. Bis dahin bietet die FGN teils Online-Kurse an. Es ist sogar ein Coronatanz-Video entstanden. Als Auslöse für den Rathausschlüssel übernimmt der Bürgermeister die Getränke beim Sommerfest der Närrschbruckia, zu dem Aktive, Freunde und Sponsoren eingeladen werden.

Wortlos vom Kopf

Nach einer Session mit wenig Live-Aktivitäten in Faschingskreisen durfte am Aschermittwoch auch Happurgs 1. Bürgermeister Bernd Bogner den Rathausschlüssel wieder in Empfang nehmen. Horst Paulus, Vorsitzender der Happurger FaschingsFreunde, sagte dabei: „Leider konnte ich in dieser Session nicht so recht aktiv werden, ich überließ dann doch eher dem Bürgermeister alle Verantwortung!“ Bogner konterte mit Augenzwinkern: „Ja, jetzt wo es bald losgeht mit den 2. Bauabschnittsarbeiten an der Ortsdurchfahrt, bekomme ich wieder die Verantwortung zurück!“ Das war es dann aber auch schon mit lustigem Wort-Geplänkel.

Das gesamte Rahmenprogramm mit dem traditionellen Herings- und „Backstaakas“-Essen im Rathaus wurde schmerzlich vermisst, Vorstand, Gardemädels- und -jungs sowie deren Trainerinnen fehlten bei der Rückgabe. Wortlos nahm Paulus anschließend als Zeichen des Sessions-Endes seine Narrenkappe vom Kopf.

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