Wichtelwagen in der Kita Sterntaler

Gersdorf hat jetzt ein Tiny House für Kinder

Die Kinder der Kita Sterntaler singen und tragen ein Gedicht vor zur offiziellen Eröffnungsfeier des Kita-Wichtelwagens. | Foto: Christine Popp2022/10/a496191261i0013_max1024x.jpeg

LEINBURG/GERSDORF – Kleine Häuser liegen voll im Trend. In der Gemeinde Leinburg im Ortsteil Gersdorf gibt es jetzt ein ganz besonderes Tiny House: Die Kindertagesstätte Sterntaler hat einen neuen Gruppenraum im Bauwagen-Konzept bekommen.

Der Wichtelwagen der Firma Finkota beherbergt zukünftig 22 Vorschulkinder. Ein paar kleinere Abschlussarbeiten müssen noch erledigt werden, dann können die Mädchen und Jungen einziehen. Eine offizielle Eröffnungsfeier gab es dieser Tage aber schon mit einem Lied und einem Gedicht der Kinder, Begrüßungsworten von Kita-Leiterin Birgit Schmidt und einem Grußwort von Leinburgs Bürgermeister Thomas Kraußer.

Der Wichtelwagen der Kita Gersdorf steht auf einem gemeindeeigenen Grundstück gleich im Anschluss an das Kita-Gelände. Er ist rund 13 Meter lang und drei Meter breit, hat eine Dämmung, eine Heizung, eine Kochstelle, eine Toilette mit Waschraum sowie eine Terrasse. Positiver Nebeneffekt ist, dass durch die Hinzunahme des Gemeindegrundstücks zum Kita-Gelände sich auch der Gartenbereich der Kita vergrößert hat, die Rasenflächen sind gerade angesät, eine neue Schaukel steht bereits.

Die Vorschulkinder werden sich also nicht den ganzen Tag in ihrem neuen Tinyhaus aufhalten. Zum einen können sie neben dem Garten auch die Gemeinschaftsräume im Haupthaus, wie zum Beispiel den Turnraum oder die Sanitärräume, mitnutzen und auch das Mittagessen gibt es für sie im Speisesaal der Kita.

Großer Bezug zur Natur

Zum anderen ist die Wichtelwagen-Gruppe ohnehin als Außengruppe konzipiert, das heißt nach einem Morgenkreis und anderen Aktivitäten werden die Kinder zusammen mit ihren Erzieherinnen sich meistens auf den Weg zum eingezäunten, von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Waldgrundstück ganz in der Nähe aufmachen und dort eine spannende Zeit erleben. „Der Bezug zur Natur spielt in unserer pädagogischen Arbeit eine große Rolle und da können wir den natürlich besonders gut umsetzen“, so Kita-Leiterin Birgit Schmidt.

Viele Kita-Anmeldungen

Zuvor hatte sich die Kita-Leiterin Birgit Schmidt in ihren Begrüßungsworten bei der Gemeinde und bei Bürgermeister Thomas Kraußer und dem ebenfalls anwesenden Zweiten Bürgermeister Günther Kuhn sowie bei Christine Hupfer von der evangelischen Kirchengemeinde und dem Träger der Kita für die gute Zusammenarbeit bei dem Wichtelwagen-Projekt bedankt. „Es ist schön, dass wie hier alle an einem Strang gezogen und eine schnelle und gute Lösung für die vielen Anmeldungen bei uns in der Kita gefunden haben“, sagte Birgit Schmidt.

Die schnelle Realisierung griff auch Leinburgs Bürgermeister Thomas Kraußer bei seinem Grußwort auf. Er erinnerte noch einmal an die Eckdaten. Im Dezember 2021 habe man erstmals im Gemeinderat über eine Lösung für die dringend zusätzlich benötigen Kinderbetreuungsplätze beraten, im Januar wurde der neue Gruppenraum im Bauwagen-Konzept beschlossen, im Februar wurde der Wichtelwagen bestellt und parallel wurden die Fördermöglichkeiten geprüft und entsprechende Fördermittel beantragt.

Der Idee folgt rasche Umsetzung

Im Sommer wurde der Wichtelwagen dann mit einer kleinen Verzögerung angeliefert und es konnte mit den restlichen Installationsarbeiten und der Geländebefestigung begonnen werden. „Diese restlichen Arbeiten werden in den nächsten Tagen abgeschlossen sein. Das heißt, es hat nur zehn Monate von der Idee bis zum Einzug der Kinder gedauert“, sagte Kraußer. Investiert hat die Gemeinde Leinburg als Sachaufwandsträger der evangelischen Kindertagesstätte für das Wichtelwagen-Projekt inklusive Außenanlagen rund 220 000 Euro, wovon 60 000 Euro an staatlichen Fördermitteln zurück an die Kommune fließen werden.

In der Kita-Sterntaler werden knapp 100 Kinder in fünf Gruppen von 19 Erzieherinnen betreut.

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