Unbekannte Substanz

Fund von weißem Pulver löst Großeinsatz aus

Über 50 Feuerwehrleute und zusätzlich Kräfte von Rettungsdienst und Polizei rückten aus, weil nicht klar war, ob es sich um eine gefährliche Substanz handelte. | Foto: Beck2019/12/Milzbrandeinsatz-Rothenbach-Feuerwehr-Polizei-3.11.jpg

RÖTHENBACH – Eine unbekannte Substanz in einem Briefumschlag löste heute Nachmittag einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr in Röthenbach aus. Eine Firmenmitarbeiterin im ehemaligen Lauer–Gebäude am Ortseingang Röthenbachs öffnete den Umschlag und fand darin weißes Pulver.

Daraufhin verständigte die Firma die Polizei Lauf, die vom schlimmsten Fall ausgehen musste. Falls sich es bei dem Pulver um eine giftige Substanz, wie etwa tödliche Milzbranderreger, handeln würde, wären die Personen im Firmengebäude in Gefahr.

Unbekannte Substanz in Röthenbach : Großaufgebot vor Ort

Vier Rettungswagen, ein Notarzt, die Feuerwehr Röthenbach, die Berufsfeuerwehr Nürnberg, die Polizei Lauf und die Kriminalpolizei Schwabach kamen zum Einsatzort und evakuierten das Gebäude in kurzer Zeit. Die 58 Firmenmitarbeiter wurden in eine angrenzende Lagerhalle gebracht.

Anschließend betraten Einsatzkräfte in Schutzkleidung das Gebäude und holten den Brief, mit dem zuvor drei Menschen in Kontakt gekommen waren, heraus. Die Berufsfeuerwehr Nürnberg verfügt in ihrer Ausrüstung über einen Gaschromatographen, mit dem eine Substanz in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt und so auf giftige Stoffe geprüft werden kann.

Laut den Beamten der Kriminalpolizei konnten in den ersten Untersuchungen des Pulvers keine gefährlichen Substanzen festgestellt werden und auch die Personen, die den Brief angefasst hatten, zeigten bei einer Kontrolle durch den Notarzt keine auffälligen Symptome. Warum der anonyme Absender des Briefes das Pulver verschickte, ist noch unklar. Die Schwabacher Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

N-Land Andrea Beck
Andrea Beck