HERSBRUCK – Zum Abschluss der Wechselausstellung „Vittore Bocchetta. Ein Leben in Bewegung“ organisiert die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg in Kooperation mit dem Verein „Dokumentationsstätte KZ Hersbruck“ am 4. Oktober 2026 eine Exkursion über das ehemalige Lagergelände in Hersbruck mit anschließendem Besuch der Wechselausstellung sowie einer Finissage.
Vittore Bocchetta wird 1918 auf Sardinien geboren und wächst in Verona auf. Als Student beteiligt er sich am Widerstand gegen das faschistische Mussolini-Regime und die deutsche Besatzung Italiens. 1944 wird er verhaftet und über Bozen und Flossenbürg in das Flossenbürger Außenlager Hersbruck deportiert. Während der Evakuierung des Lagers im Frühjahr 1945 gelingt ihm die Flucht. Nach dem Krieg lebt Bocchetta in Südamerika und den USA. Neben seiner Tätigkeit als Dozent und Literaturprofessor widmet er sich zunehmend der Kunst. Sein Werk umfasst Zeichnungen, Gemälde, Collagen und Skulpturen, die in zahlreichen Ausstellungen in Europa und Amerika gezeigt werden.
Rundgang über das ehemalige Lagergelände in Hersbruck
Vittore Bocchettas Hafterfahrung im Lagerkomplex Flossenbürg war insbesondere durch seine Zeit im Außenlager Hersbruck geprägt, heißt es in der Pressemeldung der Gedenkstätte Flossenbürg. Die Exkursion beginnt daher mit einem Rundgang über das ehemalige Lagergelände durch den Vorsitzenden des Vereins „Dokumentationsstätte KZ Hersbruck“, Klaus Wiedemann. Anschließend geht es per Bustransfer an die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, wo die Kuratorn Annabelle Lienhart und Louis Volkmer durch die Wechselausstellung „Vittore Bocchetta. Ein Leben in Bewegung“ führen. Den Abschluss bildet die Finissage mit einem kleinen Umtrunk, bevor der Bus zurück nach Hersbruck fährt.
Der Treffpunkt in Hersbruck ist um 10 Uhr bei den Gedenksteinen beim Finanzamt Hersbruck, Amberger Str. 76. Die Rückkehr nach Hersbruck ist für 17.30 Uhr geplant. Zur besseren Planung wird um eine Anmeldung per E-Mail unter [email protected] gebeten. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
