Geburtstagsparty für Heinz Meyer

Kaiserwetter für den „König von Burgthann“

Machte den Bürgermeister kurzerhand zum „König von Burgthann“: Pfarrer Winkler schaffte es, den Rathauschef und die Gästeschar zum Mitsingen zu animieren.2015/04/heinz2_New_1428843001.jpg

BURGTHANN – Jeder der Gratulanten am Mikrofon im sonnig-warmen Burghof hatte wohl im Handbuch „Einleitende Zitate für Grußredner“ geblättert. Denn zur offiziellen Geburtstagsfeier für Bürgermeister Heinz Meyer, der wenige Tage zuvor sein 60. Wiegenfest gefeiert hatte, wurden von Mark Twain bis Kurt Tucholsky alle bemüht. Doch gäbe es ein Ranking unter den Laudationes, Pfarrer Bernhard Winkler hätte es wohl gewonnen mit seinem kurzweiligen „Trinitarischen Dreischritt“. Alle Gäste waren sich jedoch einig: Mit Heinz Meyer kann man gut arbeiten, er leitet die Geschicke der Großgemeinde unaufgeregt und effektiv, und 60 Jahre sind doch kein Alter.

Eine große Anzahl an Gästen aus Politik, Wirtschaft, dem privaten Umfeld und dem Rathaus sowie Vereinsvorsitzende und weitere Amtsträger kamen, um das Geburtstagskind hochleben zu lassen, den flotten Klängen des Sound Orchesters und anspruchsvollen Weisen des Burgthanner Gesangvereins zu lauschen und sich anschließend an einem verlockenden Büfett zu stärken. Den Einstieg in die Reihe der Laudatoren machte zweiter Bürgermeister Hermann Bloß, der als erstes in langer Folge die Ehrengäste begrüßte, anschließend einen Rückblick auf das Geburtsjahr 1955 hielt und dann die Frage stellte: „Wer ist Heinz Meyer?“ Mit Witz und Geist beantwortete er diese Frage, indem er den Vornamen des Jubilars buchstabierte: H wie humorvoll und hartnäckig, E wie einsatzbereit und entschieden, I wie intelligent und integer. Heraus kam am Ende eine Charakteristik, die nicht nur die Tugenden des Gemeindechefs, sondern auch seinen persönlichen und beruflichen Lebenslauf zusammenfasste. Schlaglichter fielen dabei auf seinen ausgeprägten Willen sich weiterzubilden, der ihn vom Werkzeugmacher über ein Hochschulstudium bis hin zum Leiter des Berufsbildungswerks in Rummelsberg brachte, sowie auf seine sportlichen Ambitionen, die er in seinem Lieblingsverein, dem FC Ezelsdorf, als Fußballtorwart und später als Funktionär realisierte.

Chef des „hidden champion“

Landrat Armin Kroder gratulierte nicht nur als Landkreischef, sondern augenzwinkernd auch als Ratsvorsitzender der Europäischen Metropolregion Nürnberg, also für all die 3,6 Millionen Einwohner dieser Region.

Burgthann sei ein „hidden champion“ im Landkreis, stellte er fest und versicherte, dass dies so sei, sei Verdienst von Bürgermeister Heinz Meyer. Auch in seinem Grußwort fiel das Attribut „Unaufgeregtheit“, das er dem Ezelsdorfer zuschrieb, gleichwohl arbeite er fleißig und „hart in der Sache“. Neben vielen guten Wünschen für die Zukunft bedankte er sich für die ausgesprochen angenehme Zusammenarbeit.

Für die 26 Bürgermeisterkollegen im Kreis gratulierte Reichenschwands Rathauschef Bruno Schmidt und für die Partnergemeinde St. Ruprecht deren Bürgermeister Herbert Pregartner.

In Rummelsberg überlebt

Drei besondere Leistungen hätte Heinz Meyer im Laufe seines 60-jährigen Lebens vollbracht, merkte Ortspfarrer Bernhard Winkler an: ein Hochschulstudium abgeschlossen, als leitender Mitarbeiter in Rummelsberg überlebt und es geschafft, dass das bedeutungslose Ezelsdorf als geografischer Mittelpunkt auf der Achse Nürnberg – Neumarkt wahrgenommen werde. Große Resonanz erzielte der Geistliche mit seiner Adaption von Rio Reisers „König von Deutschland“, das in seiner Version natürlich „König von Burgthann“ hieß. Darin ließ er den Bürgermeister davon träumen, als „Heinz der erste, Burgherr, Ritter, Landgraf“ oder gar König seine Machtbefugnisse noch ein bisschen auszudehnen. Dass dann alle Gemeinderäte „weiblich, jung und schön“ wären, beinhaltete der Text ebenso wie eine Anspielung auf Meyers Funktion als Kanalisationszweckverbandsvorsitzender: „Alles Abwasser in Bayern würd durch meine Hände fließen, der Söder würde mir dafür die Füße küssen“.

Nicht fehlen durfte darin auch das Motiv der Seehofer-Nachfolge, das im Anschluss im Sketch von Betty Püntzner und Frank Haseloff wieder aufgenommen wurde. Die Vorsitzende des Burg-Fördervereins und der Vorstand des FC Ezelsdorf sprachen für die 70 Vereine Burgthanns ihre guten Wünsche aus. Dies taten auch Norbert Behr für den Bund Naturschutz, der zu Ehren des Jubilars einen Feldahorn am Ezelsdorfer Kriegerdenkmal pflanzte, und Bernd Körner, der als Kreisvorsitzender der Bayerischen Sportjugend Heinz Meyer mit der Silbernen Verdienstmedaille auszeichnete.

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