Altstadtfest-Matinee

Zwei Stargäste beim Akkordeonorchester Hersbruck

Evelyn Borchard hatte den kleinen blauen Elefanten und die Maus dabei. | Foto: S. Baderschneider2019/08/AkkordeonOrchester-7646.jpeg

HERSBRUCK – Bei bestem Sommerwetter unterhielt das Hersbrucker Akkordeonorchester die großen und die kleinen Gäste mit einem bunten Programm aus unterschiedlichsten Genres im gemütlichen Innenhof des Hirtenmuseums.

Gleich zu Beginn des Konzerts fragte sich das Publikum, was die zierliche Evelyn Borchard, die Leiterin des Akkordeonorchesters, wohl unter ihrem ausgebeulten Hemd versteckt: Winterpullover? Notproviant? Eine Schwimmweste?

Aber dieses Geheimnis wurde schnell gelüftet: Der Ehrengast des Tages war’s. Natürlich kennt jeder die Sendung mit der Maus. Und spätestens bei den beiden Hinweisen (Wimpernklimpern und Schnüffeln) wussten alle, wer musikalisch das Konzert eröffnet.

Tierische Zaungäste

Ganz stilecht mit in zwei Sprachen (Hochdeutsch und Fränkisch) angekündigtem Programm spielte das Orchester zum Auftakt die Anfangsmelodie der „Sendung mit der Maus“. Natürlich durfte dabei der kleine blaue Elefant nicht fehlen, der aber auch erst einmal aufgestöbert und ausgepackt werden musste. Als Zaungäste durften die beiden VIPs aus Stoff dann auf einem Stuhl am Rande das Konzert beobachten.

Darauf folgte eine von dem Nürnberger Komponisten Stefan Hippe erschaffene Geistergeschichte in fünf Sätzen: „Eine Nacht in Castle Hill“. Da war alles enthalten, was ein guter Spuk so braucht, die Mäuse, die im Dachstuhl tanzen, eine neugierige Reisegruppe und pünktlich zur Geisterstunde eine unternehmungslustige Urahnen-Truppe, die durch das Schloss geistert. Unterstützt wurde das Orchester von der kleinen Charlotte, die passend zum Geschehen die Sonne auf- und untergehen ließ.

Orchester statt Chor

Besonders mitreißend gestaltete das Orchester Carl Jenkins‘ „Adiemus“. Ein Stück, das von dem walisischen Komponisten eigentlich für einen Chor geschrieben wurde und aus der Kombination von Klangdichte und treibenden Rhythmen ein richtiges Gänsehaut-Gefühl erzeugt. Ein Effekt, der ganz offensichtlich auch mit einem Akkordeon-Chor erreicht werden kann.

Ein Medley aus Frank Sinatras größten Hits brachte das Publikum später sogar zum Mitsummen. Zum Abschluss gab es John Miles‘ Hymne „Music“, die in den 70er Jahren entstand. Mit reichlich Applaus belohnt, verabschiedeten sich Evelyn Borchard und ihr Akkordeonorchester mit einem beschwingten „Mah Na Mah Na“ als Zugabe.

N-Land Susanne Baderschneider
Susanne Baderschneider