Kick im City Kino

Zed Mitchell Band raubt Zuhörern den Atem

Servet Isik, Todor Mitchell, Peter Hensen und Zed Mitchell (v. links) spielten erstklassigen Sound. | Foto: T. Raum2020/01/zed9.jpg

HERSBRUCK – Volles Haus im City Kino: Nach einer kurzen Ansage samt Programmausblick ging’s ab mit der Zed Mitchell Band, einer Formation, die schon bei vielen Top Acts im Vorprogramm zu hören war und über einen überaus guten Ruf verfügt.

Und tatsächlich hängen die atemberaubenden Künstler die Stange im Kick schon sehr hoch. Egal ob Jazz, Blues oder Rock – Zed Mitchell (Gitarre, Gesang), Todor Mitchell (Gitarre, Gesang), Peter Hensen (Drums) und Servet Isik (Bass) sind Akrobaten auf ihren Instrumenten und lassen jegliche Stilistik in ihre Songs einfließen. Clean oder abgezehrt, einfühlsam oder schon mal etwas härter – beide Gitarristen lassen den Clapton oder auch Moore nicht vermissen.

Sich ergänzendes Duo

Stimmlich versiert bis in die höchsten und tiefsten Lagen begeisterte die Formation mit jazzig- rockigen und bluesigen Elementen und klasse Sound. Tolle Kompositionen, die Vater Zed Mitchell und sein Sohn Todor da ein ums andere Mal raushauen und über den prall gefüllten Saal im City Kino schallen lassen. Ein sich ergänzendes Gitarrenduo, bei dem der Vater mit dem Volume Regler seine Soli wunderschön schwellen lässt und sein Sohn dies mit schnellen Arpeggios untermalt, besonders bei den ruhigeren Songs.

Filigrane Saitenkünstler, irrwitzige Läufe über den Gitarrenhals mit einem ebenso umwerfenden Gesamtsound, egal ob groovig treibend oder schmachtend dahinfließend. Die Fingerpicker an den Saiten der Stratocaster bestechen durch solistische Ausflüge und präzise Virtuosität wie auch ihre Bandkollegen an Drums und Bass – bei so viel Präsenz und „Vielsaitigkeit“ vermisst man kein Keyboard.

Routinierte Show

Über 50 Gigs spielt die Band im Jahr, und die Routine und Perfektion merkt man. Publikumsnah inszeniert der Leader seine Show und überzeugt alle Anwesenden von der Oberliga, in der hier gespielt wird. Und die raubt den Zuhörern schon mal den Atem.

CDs zum Mitnehmen samt Signierung sind natürlich auch drin – daheim kann es weitergehen. Hoffentlich gibt es ein Wiedersehen auch „live“.

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